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Touristik: Bergbus ab München nimmt Betrieb auf

Der Bergbus ab München will ein Angebot für Wanderer und Ausflügler sein
© Foto: www.bayern.by/Wolfgang Ehn

Ein neuer Bergbus verbindet München an den Wochenenden mit Ausflugszielen in den Alpen. Betrieben wird der Bus vom Deutschen Alpenverein.


Datum:
17.06.2021
Autor:
dpa
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Der Deutsche Alpenverein (DAV) startet an diesem Wochenende, 19./20. Juni, ein neues Angebot: Ein Bergbus verbindet samstags und sonntags München mit Ausflugsorten unter anderem im Chiemgau und den Ammergauer Alpen. Die insgesamt vier Linien fahren an verschiedenen Orten in München ab. Man wolle bei der Reisezeit in Richtung Berge dem Auto Konkurrenz bieten, sagte Christian Stolz aus dem Ressort Natur und Umwelt der Alpenvereinssektion Oberland, der federführend am Projekt Bergbus beteiligt ist. Deshalb würden die Linien auch nicht mehrmals in München halten. Alle Abfahrtsorte seien aber gut mit dem ÖPNV erreichbar, die Fahrkarte dafür ist im Ticket (22 Euro für Erwachsene ohne DAV-Mitgliedschaft) enthalten.

Der Bergbus ist nach Angaben des Alpenvereins erst mal nur im Testbetrieb unterwegs. Nach zehn Wochenenden will der DAV dann schauen, wie groß die Nachfrage war – und ob sich eine Fortsetzung lohnen würde. Ein „rege Teilnahme und Nutzung des Angebots“ sei dafür genau so nötig wie finanzielle Hilfe durch Stadt, Land und Tourismus, sagte Stolz. Bisher stemme der DAV den Betrieb selbst, dafür habe der Verein „einen niedrigen sechsstelligen Betrag“ investiert.

Start war verschoben worden

Eigentlich hätte der Bergbus schon zu Pfingsten in die Probephase starten sollen. Mitte Mai seien touristische Busreisen coronabedingt aber noch verboten gewesen, sagte Stolz. Deshalb habe sich der DAV damals für eine Verschiebung um drei Wochen entschieden. Gesperrte Sitzplätze wird es an Bord bei Inzidenzen unter 50 an Start- und Zielort nicht geben, Fahrgäste müssen im Bus FFP2-Masken tragen.

Der Alpenverein hofft, durch den Bergbus den Ausstoß von Treibhausgasen bei der Anreise von Bergsportlern senken zu können. Den Angaben zufolge werden zum Beispiel bei der Busfahrt von München ins Bergsteigerdorf Schleching bei einer Auslastung von 60 Prozent nur sieben Kilogramm CO2 pro Passagier ausgestoßen. Ein im Schnitt mit ein bis zwei Menschen besetztes Auto stoße pro Kopf auf der gleichen Strecke 30 Kilogramm aus. Zudem entfalle bei der Busfahrt die Parkplatzsuche, betont der DAV. Dadurch könnten Konflikte mit Anwohnern vermieden werden.

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