26.10.2019Diesel aus Speisefett

Eine baden-württembergische Tankstelle bietet Diesel mit Bestandteilen an, die man nicht in Kraftstoff vermuten würde - sondern eher bei McDonalds. Läuft aber, sagen die Verantwortlichen.

An einer Tankstelle in Neckarsulm können Kunden jetzt den Dieselkraftstoff „R33 Blue Diesel“ tanken. Dieser besteht nach Angaben von Shell Deutschland zu 33 Prozent aus Biokomponenten und zu 67 Prozent aus Diesel.

Die Biokomponenten stammen „ausschließlich aus Rest- und Abfallstoffen und werden zum Beispiel aus gebrauchtem Speisefett gewonnen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Statt das gebrauchte Speisefett in den Müll zu werfen, werde es von Schnellrestaurants und Imbissen eingesammelt, gefiltert, gereinigt und zu einem Paraffingemisch oder Biodiesel verarbeitet. Diese Komponenten würden dann von Shell mit Diesel gemischt.

R33 Blue diesel erfülle die Dieselnorm (DIN EN 590) "vollumfänglich" und sei für alle Dieselfahrzeuge zugelassen. Im Vergleich zum herkömmlichen Diesel könne mit R33 Blue Diesel „mindestens 20 Prozent CO2“ eingespart werden, behauptet Shell.

Der Kraftstoff wurde von Volkswagen und der Hochschule Coburg sowie weiteren Projektpartnern entwickelt.

(tc)



Anzeige

› Suche im Buskatalog

 

« Zurück › An die Redaktion › Drucken
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der OR veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld
OR extra Branchenkompass 2019

› Sonderheft

OR extra Branchenkompass

Trends in der Elektromobilität: Das planen Hersteller, Zulieferer und Verkehranbieter

OR extra