ADAC nahm Fernbusbahnhöfe genauer unter die Lupe

© Foto: ADAC/Steffen Thalemann

Ungeachtet des zumindest bis zur Coronakrise anhaltenden Fernbusbooms erfüllen immer noch viele Fernbusbahnhöfe in Deutschland eigentlich selbstverständliche Standards nicht oder nur teilweise.


Datum:
22.06.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
4 min

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Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Test des ADAC, der insgesamt elf stark frequentierte Busbahnhöfe in Deutschland genauer untersuchte. Das Ergebnis: Testsieger wurde der Fernbusbahnhof Stuttgart mit einem sehr guten Resultat, schreibt der ADAC. Fünf Bahnhöfe erzielten gute Noten, drei bekamen ein „ausreichend“ und zwei schnittenen mit „mangelhaft“ ab. Überprüft hatte der Club, wie gut die Terminals ausgebaut sind, welche Serviceleistungen sie bieten und ob sie barrierefreies Reisen ermöglichen.

Stuttgart wird Testsieger

Top-Bewertungen verdient sich das Fernbusterminal in Stuttgart. Sein großzügiger Wartebereich, die sauberen und vorbildlich ausgestatteten Sanitäranlagen sowie das durchgängig taktile Leitsystem für Sehbehinderte konnten die ADAC-Tester überzeugen. Zusätzliche Serviceleistungen wie USB-Steckplätze im beheizten Wartebereich und die Anzeige der aktuellen Reisezeiten auf digitalen Tafeln runden den positiven Gesamteindruck ab, schreibt der ADAC

Nürnberg ist Schlusslicht

Ganz anders sieht es beim Verlierer des Fernbusbahnhöfe-Vergleichs aus. So fehlen beispielsweise dynamische Reise-Informationen beim Testverlierer Nürnberg völlig. Wer hier auf seinen Bus warte, erfahre nichts von Verspätungen oder gar Ausfällen, kritisiert der ADAC. Zudem gebe es für die Passagiere keine Wartehalle, zu wenige Sitzplätze und auch keinen ausreichenden Witterungsschutz an den Bussteigen. Auch die Sanitäranlagen waren im Test verdreckt und aufgrund fehlender Videokontrollen am Terminal stand es zudem um die Sicherheit der Reisenden nicht zum Besten.

Über alle getesteten Fernbusbahnhöfe hinweg fällt besonders negativ auf, dass es nirgendwo Durchsagen mit aktuellen Fahrgastinformationen gibt. Auch elektronische Anzeigen mit aktuellen Informationen zu An- und Abreisen der Busse fehlen meist in den Wartebereichen, bemängelt der ADAC. In nur zwei von den elf getesteten Bahnhöfen gab es ausreichend Sitzplätze im Wartebereich. Durchwegs positiv wurde hingegen die gute Anbindung aller getesteten Bahnhöfe bewertet. Sie waren entweder mit dem ÖPNV, dem Auto oder dem Fahrrad gut erreichbar. Hohen Komfort boten beispielswiese die Bahnhöfe in Berlin-Südkreuz, Leipzig, München, Hamburg und Köln/Bonn Flughafen mit ihren gastronomischen Angeboten, kostenfreiem Wlan, Gepäckaufbewahrung und Geldautomaten.

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