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Baden-Württemberg: Verdi plant für Montag erneut Streik im Omnibusgewerbe

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Arbeitsniederlegungen gegeben, auch mehrtägige Aktionen
© Foto: Bernd Weißbrod/dpa/picture-alliance

Vor der nächsten Verhandlungsrunde mit den Busunternehmern erhöht Verdi den Druck. Die Gewerkschaft setzt erneut einen Streiktag an. Sie hofft, die Arbeitgeber zu einem Abschluss bewegen zu können.


Datum:
12.11.2021
Autor:
dpa/Anja Kiewitt
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Der Tarifkonflikt des privaten Omnibusgewerbes in Baden-Württemberg spitzt sich zu. Für kommenden Montag kündigte die Gewerkschaft Verdi einen landesweiten Streiktag an. Verdi-Verhandlungsführerin Hanna Binder sagte in Stuttgart, acht Monate zähe Verhandlungen für eine Selbstverständlichkeit, die angemessene Bezahlung von Standzeiten, müssten jetzt ein Ende haben. "Wir wollen, dass Montag der letzte Streiktag ist. Dafür müssen sich die Arbeitgeber endlich den entscheidenden Ruck geben."

97,9 Prozent der Mitglieder für Arbeitskampf

Am Dienstag werden die Verhandlungen in elfter Runde fortgesetzt. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Arbeitsniederlegungen gegeben, auch mehrtägige Aktionen. Verdi hatte Anfang Juli den Weg für einen unbefristeten Arbeitskampf frei gemacht. In einer Urabstimmung hatten 97,9 Prozent der beteiligten Mitglieder für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) kritisierte das Vorgehen der Gewerkschaft.

Rund 9.000 Busfahrer betroffen

Die Vize-Chefin des WBO, Yvonne Hüneburg, sagte: "Die Arbeitgeber bewegen sich in dieser Tarifrunde schon kontinuierlich. Wir haben immer wieder Angebote gemacht, die Arbeitgeber bezahlen heute schon Pausen und sind auch bereit, hier noch weitere Pausen an das Fahrpersonal zu bezahlen - aber alles im Rahmen des wirtschaftlich Verträglichen." Die Unternehmen seien nach wie vor in einer coronabedingt schwierigen Lage. Im Tarifstreit geht es unter anderem um Pausenregelungen sowie Nacht- und Sonntagszuschläge. Der Ausgang der Verhandlungen hat Auswirkungen für rund 9.000 Busfahrer im Südwesten. (dpa)

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