„Wir brauchen eine Vereinfachung der jetzigen Tarifstruktur“, sagte Crumbach der „Deutschen Presse-Agentur“. Man solle überlegen, ob Zonen sinnvoller sind oder Flatrates, so Crumbach, der erklärte: „Ich würde Zeitkarten bevorzugen – ob für eine Stunde, 90 Minuten oder einen Tag.“ Der VBB hat nach eigenen Angaben rund vier Millionen Fahrgäste täglich. Das Tarifsystem ist in Zonen eingeteilt, dazu kommen städtische und regionale Liniennetze. Es gibt unter anderem Einzelfahrausweise, Vier-Fahrten-Karten für bestimmte Städte, sowie Tagestickets, Monatskarten und spezielle Angebote für Schüler und Auszubildende. Ein Einzelfahrticket ist je nach Region eine Stunde bis zwei Stunden gültig.
Einzelne Fahrkarten könnten teurer werden
Zuletzt wurden die VBB-Tarife Anfang dieses Jahres um sechs Prozent im Durchschnitt erhöht. Die vorgeschlagene Reform könnte nach Ansicht des Ministers auch dazu führen, dass einzelne Tickets mehr oder weniger kosten. „Unter dem Strich soll es nicht teurer werden, es kann aber sein, dass einzelne Fahrten teurer oder preiswerter werden“, sagte Crumbach. „Für Gelegenheitsfahrer gäbe es Zeitkarten, für Pendler das Deutschlandticket.“ Eine Fahrkarte, die im gesamten VBB-Bereich gilt, wäre dann nach Zeitdauer gestaffelt. Sein Ziel: „Es soll ein Anreiz geschaffen werden, ein Deutschlandticket zu kaufen.“
Ländlicher Raum soll besser beteiligt sein
Brandenburgs Verkehrsminister will vor allem ländliche Gebiete besser ins System einbauen. Es sei wichtig, dass „man sich über die bisherigen Grenzen hinwegbewegen kann. Wir müssen unseren ländlichen Raum und auch weiter entfernte kreisfreie Städte wie Cottbus und Frankfurt (Oder) gut in das System integrieren“, sagte Crumbach. „Ich will, dass die Menschen in den Landkreisen auch partizipieren. Dafür braucht man keine Waben. Das AB-Ticket in Berlin ist im Moment möglicherweise zu günstig.“ Auch das Bezahlen muss aus seiner Sicht einfacher werden.