Die Berliner Verkehrsbetriebe starteten im April 2006 ein Pilotprojekt und statteten drei U-Bahn-Linien mit einem Videoüberwachungssystem aus. Eine in Auftrag gegebene wissenschaftliche Auswertung des Projekts durch das Büro für angewandte Statistik wurde jedoch nach einem Zwischenbericht gekündigt. Die BVG gab bekannt, die Videoüberwachung hätte sich bewährt und beschlossen eine Ausweitung auf alle 170 Beliner U-Bahnhöfe bis Jahresende.
Wie der Internet-Dienst www.heise.de berichtet, habe eine Bürgerrechtsgruppe nun die Offenlegung des Berichts über das Pilotprojekt erzwungen. Demnach führte die Videüberwachung nicht zu einer sinkenden Kriminalitätsrate, sondern sogar zu einem leichten Anstieg. Zu insgesamt mehreren tausend Straftaten sei nur in 78 Fällen Bildmaterial vorhanden. Nur bei einem Drittel dieser Aufzeichnungen reiche die Qualität, um Verdächtige zu identifizieren.
Die Studie finden Sie hier:
http://berlin.humanistische-union.de/typo3/ext/naw_securedl/secure.php?u=0&file=uploads/media/04_Evaluationsbericht.pdf&t=1192030446&hash=82beea09f9fe65e34a8ee705d6fc5573