Touristik: EU-Parlament stimmt neuer Pauschalreiserichtlinie zu

17.03.2026 10:51 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Das Europäische Parlament der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie final zugestimmt
© Foto: EU/Christophe Licoppe

Mit der neuen Pauschalreiserichtlinie will die EU die Rechte der Verbraucher stärken, gleichzeitig soll die kleinteiligen Anbieterstruktur im Tourismussektor erhalten bleiben, betont der EU-Abgeordnete Markus Ferber.

Das Europäische Parlament der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie final zugestimmt. Die Abgeordneten billigten damit neue Regelungen. „Die Pauschalreise ist die beliebteste Reiseform der Deutschen. Millionen Menschen freuen sich auf ihren wohlverdienten Urlaub. Pauschalreisen bieten schon heute die beste Absicherung für den Fall, dass der Reiseanbieter in wirtschaftliche Schieflage gerät“, kommentierte der Europaabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der CSU-Europagruppe Markus Ferber das Abstimmungsergebnis.

Wirtschaftliche Zukunft für die Pauschalreise

Die Neuerungen würden die Pauschalreise „noch attraktiver“ machen, behauptete Ferber. Gerade in schwierigen Zeiten sei es wichtig, dass „Reisende ohne Sorgen ihren Urlaub buchen können“. Dafür sollen die „weltweit führenden Verbraucherrechte in der Europäischen Union“ sorgen, sagte Ferber weiter. „Kunden können aber nur von der beliebten Reiseform profitieren, wenn diese auch für Anbieter vorteilhaft ist. Wichtig ist mir daher, dass die Pauschalreise weiter eine wirtschaftliche Zukunft hat und zusammen mit der kleinteiligen Anbieterstruktur im Tourismussektor die Wirtschaft in Deutschland und in den Urlaubsregionen stärkt. Dies ist mit den neuen Regelungen gelungen“, so Ferber weiter.

Mehr Schutz in Krisenzeiten

Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie hätten „Lücken im bisherigen Rechtsrahmen aufgezeigt“, sagte Ferber mit Blick auf die Änderungen, er erinnerte auch an die Pleite von Thomas Cook im Jahr 2019. Mit den jetzt vom EU-Parlament verabschiedeten Regelungen ziehe die EU die Lehren aus diesen Ereignissen. „Die neuen Regelungen verbessern die Situation für Reisende vor allem auch in Krisensituationen wie Pandemien. Bei Insolvenz des Anbieters bekommen Kunden in der Regel innerhalb von sechs Monaten ihr Geld zurück“, zählte Ferber auf. Außerdem seien Anbieter verpflichtet, Beschwerden von Reisenden innerhalb von 60 Tagen zu beantworten.

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