Zwei Direktoren des Manchester Verkehrsbetriebs UK North Enterprises Ltd wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten die Nachweise von Fahrer-Arbeitszeiten gefälscht. Die Sache kam ans Licht, nachdem ein Mann bei einem Unfall am 1.11.06 mit einem UK North-Doppeldeckerbus getötet worden war. Der 27-Jährige wurde von dem Bus von seinem Kran gestoßen und dann von ihm überrollt. Die Geschäftsführer von UK North und GM Buses Enterprises Ltd bekannten sich schuldig, falsche Dokumente ausgestellt zu haben. Beide erhielten eine Haftstrafe von 15 Monaten. Sie dürfen außerdem während der nächsten fünf beziehungsweise zehn Jahre kein Unternehmen mehr leiten. Nach dem tödlichen Urteil hatte die Polizei von Manchester zunächst den Busfahrer festgenommen. Er wurde wegen gefährlichen Fahrens mit Todesfolge angezeigt. Der Richter wies den Fall jedoch zurück. Während der Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass der Fahrer bereits seit 19 Stunden ohne Unterbrechung gefahren war, als der Unfall passierte. Gegen den Fahrer wird noch ermittelt. Als die Polizei die Computer des Busunternehmens durchsuchte, fand sie heraus, dass 27 Fahrer gegen die 14-tägliche Ruhezeit verstoßen hatten. Ein Fahrer hatte sogar 31 ohne Unterbrechung gearbeitet.
Chefs von UK North verurteilt
Wegen Fälschung von Unterlagen müssen Führungskräfte eines Busunternehmens Gefängnisstrafen verbüßen