Esser: „Beschlüsse sind vollkommen unzureichend“

© Foto: RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V.

Der RDA kritisiert die gestern getroffenen Beschlüsse der Telefonschaltkonferenz mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder und bedauert, dass der Reisebus keine gesonderte Erwähnung findet.


Datum:
07.05.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

1 Kommentare

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„Das ist vollkommen unzureichend. Wir fordern zeitnah eine Nachbesserung durch Vorlage eines einheitlichen transparenten Öffnungsfahrplans für die Bus- und Gruppentouristik zumindest innerhalb Deutschlands. Das derzeitige bundesweite Verbot von Reisebusreisen führt zu einem branchenweiten Betriebsstillstand, der die Existenz der Betriebe und Arbeitsplätze in höchstem Maß gefährdet. Insolvenzen, Liquidationen und Betriebsaufgaben finden bereits täglich statt“, erklärte RDA Präsident Benedikt Esser.

RDA konkretisiert Forderungen

Der RDA konkretisierte nach eigenen Angaben bereits vor zwei Tagen in Brandschreiben an sämtliche Bundestagsabgeordnete seine Forderung nach fahrzeugbasierten Beihilfen in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse und quantifizierte den notwendigen Beihilferahmen bis Anfang 2021 auf mindestens rund 700 Millionen Euro. Weiterhin forderte der RDA mit Blick auf die konstant niedrigen Ansteckungszahlen, den 3.441 Omnibusunternehmen im Gelegenheitsverkehr umgehend einen transparenten und nachvollziehbaren Fahrplan zum Wiederanlauf der Bus- und Gruppentouristik innerhalb Deutschlands zu eröffnen.

„Wir brauchen jetzt sehr dringend fahrzeugbasierte Beihilfen in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse, da die monatlich anfallenden Fahrzeugkosten ohne Einnahmen nicht weiter bezahlt werden können und so unausweichlich so gut wie jeden Betrieb in die Insolvenz führen werden. Außerdem gibt es keinen Grund, bei den aktuell konstant niedrigen Ansteckungszahlen und den explizit beschlossenen Öffnungen von Hotels, Einzelhandel und Gastronomiebetrieben Busreisen innerhalb Deutschlands weiterhin zu verbieten“, so Esser.

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KOMMENTARE


Michael Norz

08.05.2020 - 08:34 Uhr

Guten Tag, besser weniger guten Tag, nach dem Minister Scheuer seine PKW Maut nicht umsetzen konnte, hat er ein neues Projekt gefunden, um sich zu profilieren, wie schnell ist "man" mal 20 km/h zu schnell, solch eine Verschärfung hätte ich vielleicht von der SPD erwartet, oder den Grünen...... Grüsse: Michael Norz


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