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Fachkräfte-Mangel: Masse statt Klasse als bevorzugte CDU-Strategie

Bereits heute hätten 4 von 5 Bus-Unternehmen Lücken im Personal, der demografische Wandel werde das Problem verschärfen, heißt es aus den Reihen der CDU. Dennoch will die grün-schwarze Landesregierung bis 2030 die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn in Baden-Württemberg verdoppeln.
© Foto: iStock/1_nude

Mit autonom fahrenden Bussen, einer kürzeren Ausbildung, besseren Sprachtests und mehr Flüchtlingen am Steuer könne der steigende Personalmangel bei Bus-Unternehmen aus Sicht der CDU gebremst werden. Das geht aus einem Neun-Punkte-Papier hervor, das die baden-württembergische CDU-Fraktion in Stuttgart beschlossen hat.


Datum:
18.01.2023
Autor:
dpa/Judith Böhnke
Lesezeit:
2 min
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„Die vielen Gespräche mit Vertretern von Omnibusunternehmen und Bahnunternehmen zeigen uns, dass wir jetzt handeln müssen“, sagte CDU-Fraktionschef Manuel Hagel anlässlich der Beschlussfassung. Aus Sicht seiner Fraktion können automatisiert fahrende Busse einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau und bei den Ausgaben des Nahverkehrs leisten. Es müssten "noch einige Hürden" beseitigt und ein rechtssicheres Konzept erstellt werden. Auf dem Weg zum Bus-Führerschein müssten zudem die Pflichtstunden wie in anderen Ländern Europas verringert und Fahrer je nach Vorkenntnissen und Begabung früher zur Prüfung zugelassen werden. Ausländische Führerscheine sollten nach dem Willen der CDU schneller anerkannt werden.

Um die Zahl der Busfahrer zu erhöhen, müssten auch Sprachbarrieren für Fahrer aus dem Ausland abgebaut und Flüchtlinge in einem Modellprojekt qualifiziert werden, wie es dies bereits bei Lokführern gibt. Busunternehmen wissen zudem aus Sicht der CDU noch zu wenig über die Anwerbung von Personal aus dem Ausland. Hier sei die Arbeitsagentur gefragt, heißt es im CDU-Positionspapier.

Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) unter seinen Mitgliedsunternehmen hat der Personalmangel bei den privaten und mittelständischen Betrieben ein existenzbedrohliches Ausmaß angenommen. Im vergangenen September klagten 93,5 Prozent der Firmen über Personalmangel. Mehr als 95 Prozent der befragten Unternehmen gehen laut Verband davon aus, dass sich das Problem verschärfen wird. Für das Jahr 2030 geht der Verband von 76 000 fehlenden Mitarbeitenden am Steuer aus.

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