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ÖPNV: Rekordkrankenstand trifft Fahrermangel ...

Die ÖPNV-Unternehmen im Land verzeichnen aktuell einen Rekordkrankenstand. Dieser verschärft den ohnehin bestehenden Fahrermangel empfindlich.
© Foto: iStock/Imagesines

Noch nie waren mehr Busfahrer krank als im Augenblick. Landauf, landab spitzt sich die Aufrechterhaltung des ÖPNV-Angebots immer weiter zu.


Datum:
09.01.2023
Autor:
dpa/Judith Böhnke
Lesezeit:
3 min
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Es ist noch keine Woche her, dass der Busunternehmerverband WBO darauf hingewiesen hat, dass er mit dem Auslaufen der letzten Corona-Rettungsschirme die Grundversorgung im Nahverkehr in Gefahr sieht. Gegenüber der Schwäbischen Zeitung verlautbarte die neue Geschäftsführerin des WBO, Yvonne Hüneburg, dass bei keinem einzigen Mitgliedsunternehmen die Fahrgastzahlen wieder den Stand vor der Pandemie erreicht hätten. Entsprechend fehlen Einnahmen, was bedeute, dass es nicht jedem Unternehmen gelingen werde, das bisherige Angebot aufrechtzuerhalten. 

Just wartet die Zeitung Die Welt heute mit einem Artikel zum ÖPNV-Chaos in deutschen Großstädten aufgrund des hohen Krankheitsstandes bei Busfahrern auf. Die Unternehmen verzeichneten „Rekordkrankenstände“ bei Bus- (und auch Bahn-) Fahrern, habe eine Umfrage des Welt-Investigativ-Teams ergeben. Im Schnitt ist in den befragten Großstädten jeder fünfte bis sechste Busfahrer krank – und das bei ohnehin mehr als angespannter Fahrermangel-Lage. Die Zahl der Krankmeldungen übersteigt dabei jedes Niveau der vergangenen Jahre vielerorts um bis zu 3 Prozent. Noch nie waren mehr Busfahrer krank als gegenwärtig.

Yvonne Hüneburg wies in der Schwäbischen Zeitung darauf hin, dass sich die Situation für Unternehmen, die Buslinien eigenwirtschaftlich betrieben, besonders schwierig gestalte. Allein in Baden-Württemberg betrifft das etwa 30 Prozent des ÖPNV-Angebots, vor allem auf dem Land, wird Hüneburg zitiert. Die hohen Fixkosten für Personal und Diesel seien für eigenwirtschaftlich tätige Unternehmen existenzbedrohend. Allein in Baden-Württemberg fehlten derzeit 2.500 Busfahrer, wenn man den Fahrpersonalbedarf in privaten kommunalen Unternehmen zusammennimmt, so Hüneburg. Die vorhandenen Fahrer leisten nach ihren Angaben massiv Überstunden – allein die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeitenregelungen dürfte Überstunden als „Ausgleichsstrategie“ allerdings deutlich limitieren.

Eine Lösung der Problematik scheint derzeit nicht in Sicht.

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