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GVN: ÖPNV-Probleme im Landkreis Verden

© Foto: GVN

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) kritisiert weiterhin die massiven ÖPNV-Probleme im Landkries Verden.


Datum:
05.10.2017
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Der Grund hierfür sei, dass seit dem System- und Betreiberwechsel Chaos, Verspätung und Ausfälle des ÖPNV im Landkreis Verden zu verzeichnen seien. Nach Informationen des Landkreises Verden hat der Kreisausschuss des Landkreises per Beschluss dem Ausschreibungsgewinner der dortigen ÖPNV-Verkehre nun Konsequenzen angedroht, wenn das Unternehmen nach den Herbstferien seine Probleme nicht in den Griff bekommen sollte. „Dem leistenden Unternehmer jetzt die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist unfassbar. Der ÖPNV im Landkreis Verden hat solange funktioniert bis der Aufgabenträger ZVBN die Vergabe des Verkehrs vom Genehmigungs- in den Ausschreibungswettbewerb um den billigsten Buskilometer überführt hat. Langjährig vor Ort erfahrenen Verkehrsunternehmen wurde bereits die Chance auf eine Leistungserbringung wie bisher durch den ZVBN versagt, darunter ist auch der letztendliche Ausschreibungsgewinner“, sagt Michael Kaiser, Landesgeschäftsführer der GVN-Fachvereinigung Omnibus und Touristik. Die Probleme im Landkreis Verden seien im ZVBN-Gebiet kein Einzelfall, so der GVN weiter. Auch in den Landkreisen Osterholz oder im Verkehrsgebiet Ammerland-Ost seien die ÖPNV-Verkehrs nach dem Wechsel hin zum Ausschreibungswettbewerb zusammengebrochen.

Der GVN hat mehrfach deutlich gemacht, dass der Aufgabenträgerverband ZVBN und die Landkreise die maßgebliche Schuld und Verantwortung für die Misere tragen. Die gesamte Planung der Verkehre oblag dem ZVBN und nicht den Ausschreibungsgewinnern. Die unternehmerische Verantwortung ist bei einem Ausschreibungsgewinner auf das Busfahren reduziert. Kaiser weiter: „Der ZVBN hat die ganze Verantwortung für den Verkehr an sich gerissen und sollte jetzt auch zu seiner Verantwortung stehen. Stellen Sie sich bitte vor, dass es lediglich die eingeschränkte Aufgabe eines Bäckermeisters wäre, den vorgefertigten Teig zu backen. Und zwar den Teig, den eine Behörde ihm vorher angeliefert hat. Würden diese Brötchen schmecken?“ Die Landkreise seien jetzt in der Verantwortung, den eingeschlagenen Weg schnellstens zu korrigieren. (ts)

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