Touristik: Bundesregierung will flexiblere Arbeitszeiten

25.06.2026 14:50 Uhr | Lesezeit: 3 min
Busreise_Gruppe_Bustouristik
Der Tourismus wird als ein Arbeitgeber beschrieben, der sich „durch eine starke Prägung kleiner und mittlerer Unternehmen“ auszeichne
© Foto: WBO

Im Ausschuss für Tourismus des Bundestages waren die Arbeitszeiten in der Tourismusbranche Thema sowie auch der Abbau bürokratischer Hürden für die Unternehmen.

Die Tourismusbranche darf sich offenbar auf flexiblere Arbeitszeiten einstellen. Konkrete Pläne dazu teilte Christoph Ploß (CDU), Koordinator für maritime Wirtschaft und Tourismus im Bundeswirtschaftsministerium, am Mittwoch, 24. Juni, im Ausschuss für Tourismus mit. Demnach soll das Gesetz im Herbst in den Bundestag eingebracht werden und am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Die Branche selbst wünsche sich eine Abkehr vom Acht-Stunden-Tag und eine Umstellung der Wochenarbeitszeit, um flexibler arbeiten zu können.

Tourismusbranche ist durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt

Das Thema Arbeitszeiten in der Tourismusbranche werde nicht nur im Koalitionsausschuss behandelt, sondern sei wichtiges Element in der Nationalen Tourismusstrategie (NTS) der Bundesregierung. „Die Strategie bündelt erstmals alle für die Branche relevanten Maßnahmen der Regierungsressorts unter dem übergeordneten Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Deutschland zu stärken“, heißt es in der Strategie, die die Bundesregierung Anfang des Jahres auf den Weg gebracht hat. Darin wird der Tourismus unter anderem als ein Arbeitgeber beschrieben, der sich „durch eine starke Prägung kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichne“.

Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur

Geplant sind laut Ploß neben der Änderung der Arbeitszeit unter anderem auch der Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen, die Stärkung der Anbindung Deutschlands ins benachbarte Ausland sowie der Mobilität im Land und eine weitere Digitalisierung. Deshalb wolle die Bundesregierung „massiv in eine moderne, effiziente und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur investieren sowie die Digitalisierung und Elektrifizierung vorantreiben“, heißt es in dem Strategiepapier. Die Redner der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD unterstützten im Ausschuss das Konzept.

Praxischeck im Tourismus soll es weiter geben

Die Fraktion der Grünen wollte dazu wissen, ob das Instrument des „Praxischecks im Tourismus“ weitergeführt werde. Das letzte Diskussionsforum dieser Art habe in Bayern stattgefunden, um über den Abbau bürokratischer Hürden, rechtlicher Vorschriften und praktische Abläufe der Branche zu sprechen. Tourismusbeauftragter Ploß antwortete, es werde dieses Forum weiterhin geben, das nächste Treffen sei für September in Lüneburg/Niedersachsen geplant.

HASHTAG


#Bundestag

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.