So gab MAN heute einen operativen Verlust in Höhe von 82 Millionen Euro bekannt. Zudem wird 2013 keine wesentliche Besserung erwartet. "Wir gehen von einem rückläufigen Nutzfahrzeuggeschäft in Europa aus, in Brasilien wird der Absatz voraussichtlich wieder steigen. Im Geschäftsfeld Power Engineering wird der Umsatz unter das Niveau des Vorjahres fallen. Die Umsatzrendite der MAN Gruppe wird erheblich unter dem Wert von 2012 liegen", MAN weiter. Bei MAN Truck & Bus spiegelt die Abnahme der Auftragseingänge um 16 Prozent auf 2,1 Mrd € den erwartet deutlichen Rückgang des europäischen Nutzfahrzeuggeschäfts wider.
Laut "Handelsblatt" hofft MAN zumindest im zweiten Halbjahr auf eine langsame Erholung der Lkw-Märkte. Deswegen will Nutzfahrzeug-Chef Anders Nielsen für den Rest des Jahres auch ohne weitere Kurzarbeit auskommen. Dabei machen die Auftragseingänge im Gegensatz zur Lkw-Konkurrenz von Volvo und der VW-Schwester Scania keine allzu große Hoffnung. Seit 15 Monaten schrumpft der Nutzfahrzeugmarkt auf dem krisengeschüttelten Kontinent.
Der Vorstand hat diverse Maßnahmen in die Wege geleitet, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. Im Fokus stehen dabei die Kostenreduktion und Effizienzsteigerung sowohl in der Produktion als auch in Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb. Darüber hinaus ermöglicht die mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Flexibilisierung der Produktion eine Anpassung an verringerte Absatzvolumina.