Rheinland-Pfalz: Nachfrage im Busverkehr steigt spürbar

17.04.2026 13:11 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ueberlandbus_VRT_Kylltal
im Busverkehr in Rheinland-Pfalz steigt die Nachfrage spürbar, während gleichzeitig der wirtschaftliche Druck steigt
© Foto: VRT

Im ÖPNV steigt die Nachfrage, Busse und Züge sind spürbar voller, gleichzeitig setzen die hohen Kraftstoffpreise die Unternehmen wirtschaftlich stark unter Druck.

Im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) führt die Preisentwicklung nach Angaben von Geschäftsführer Stephan Pauly zu einem deutlichen Nachfrageschub im öffentlichen Nahverkehr. Besonders im Schienenpersonennahverkehr seien „proppenvoll“ besetzte Züge auch zu Randzeiten zu beobachten. Auch im Busverkehr steige die Nachfrage spürbar. Der ÖPNV bleibe für Kunden preislich stabil. Der Verband sehe auch, dass derzeit mehr Menschen das Deutschlandticket kaufen. sagte Pauly. Allerdings sei mittelfristig eine stärkere Berücksichtigung gestiegener Energiepreise bei der Preissetzung des Deutschlandtickets zu erwarten. Es werde aktuell geprüft, inwieweit kurzfristig Erleichterungen realisiert werden könnten. „Mittelfristig muss die Wende bei den Antrieben der Fahrzeuge von fossilen Brennstoffen hin zu alternativen Systemen wie Elektrobussen weiter engagiert vorangetrieben werden“, sagte Pauly.

Treibstoffpreise verschärfen die wirtschaftliche Situation

Taxi- und Mietwagenbetriebe in Rheinland-Pfalz sehen sich laut Verband Mobilität und Logistik (Molo) in einer angespannten Lage. Neben Personal- und Fahrzeugkosten verschärften steigende Treibstoffpreise die wirtschaftliche Situation erheblich. Viele Unternehmen seien in ihrer Existenz gefährdet. Besonders kritisch sei dies für systemrelevante Angebote wie Kranken- und Schülerfahrten sowie die Beförderung von Menschen mit Behinderungen. Der Verband fordert eine schnelle Anpassung der Taxitarife sowie temporäre Zuschläge, um die Mehrkosten abzufedern.

Offener Brief des Verkehrsgewerbes an den Kanzler

Dass Branchen über die Landesgrenzen hinweg eine Krise sehen, wird aus einem offenen Brief mehrerer Verbände an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) deutlich, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. „Die Lage ist ernst“, heißt es darin. „Immer mehr Betriebe sehen sich gezwungen, aufzugeben oder Insolvenz anzumelden.“ Im Brief wird die Lage des Verkehrsgewerbes insgesamt als „dramatisch zugespitzt“ beschrieben. Gefordert werden unter anderem niedrigere Energie- und Stromsteuern, die Abschaffung der CO2-Doppelbesteuerung sowie befristete Preisdeckel oder direkte Entlastungszahlungen.

HASHTAG


#ÖPNV

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.