Nächste Großdemonstration mit Bussen

© Foto: Sascha Böhnke

Unter dem Motto „#OnFire“ findet am 28. Oktober 2020 die zweite Großdemonstration des Aktionsbündnisses „#AlarmstufeRot“ statt, an der sich neben anderen Touristikverbänden auch der RDA und die gbk beteiligen.


Datum:
23.10.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
2 min

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Als besonders hart von der Pandemie betroffene Branchen protestieren große Verbände und Initiativen wie das Aktionsbündnis „#AlarmstufeRot“, der DEHOGA Bundesverband sowie BTW, DRV, RDA, gbk, asr und VIR nun im Schulterschluss. Sie fordern gemeinsam Hilfsprogramme, die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme, schreibt der RDA Internationaler Bustouristik Verband in einer Pressemitteilung.

Veranstaltungswirtschaft besonders hart getroffen

Die Veranstaltungswirtschaft in Deutschland ist als sechstgrößter Wirtschaftszweig unter anderem mit über einer Million direkt Beschäftigter ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Über einen Kernumsatz von rund 130 Milliarden Euro hinaus veranlasst die Branche mit mehr als 264 Milliarden Euro rund das Doppelte an veranstaltungsbezogenen Ausgaben pro Jahr. Einen wesentlichen Teil dieser so genannten Peripherieumsätze generiert die ebenfalls besonders hart von der Pandemie betroffene Tourismuswirtschaft, die mit drei Millionen Arbeitsplätzen einen Umsatz von rund 290 Milliarden Euro generiert, berichtet der RDA.

Diese enge Verflechtung ist es auch, die die Verbände und Initiativen der Branchen dazu veranlasst, in einer gemeinsamen Protestaktion in Berlin aufzutreten, um von der Bundesregierung gezielte Maßnahmen zur Rettung einzufordern. Die größten Probleme mit den derzeitigen Hilfsprogrammen bestehen darin, dass sie sich nicht am wirklichen Bedarf der Unternehmen orientieren. In einem gemeinsam zwischen dem Aktionsbündnis #AlarmstufeRot, der DEHOGA, dem BTW Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, dem DRV Deutscher Reiseverband, dem RDA Internationaler Bustouristik Verband, der gbk Gütegemeinschaft Buskomfort, dem asr Bundesverband und dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) abgestimmten Forderungskatalog werden nun die wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen eingefordert, die notwendig sind, um große Teile der Veranstaltungs- und Tourismuswirtschaft und somit Millionen von Arbeitsplätzen vor dem Aus zu retten.

Veranstaltungsablauf

Laut RDA sind ein gemeinsamer Korso von Reisebussen und Fahrzeugen der Veranstaltungswirtschaft, ein Fußmarsch sowie eine gemeinsame Kundgebung am 28. Oktober 2020 geplant. Der Fahrzeugkorso soll sich um 10.00 Uhr am Olympischen Platz sammeln. Die Kundgebung findet dann ab 14.30 Uhr am Brandenburger Tor statt. Busunternehmen, die an der Demonstration teilnehmen möchten, können sich hier anmelden. 

Mit der ersten Hauptstadtdemo der Veranstaltungswirtschaft am 9. September 2020 war es den 15.000 Demonstranten gelungen, einen Rettungsdialog mit der Bundesregierung anzustoßen. Die Organisatoren der erneuten Demonstration in Berlin sind überzeugt, mit dem nun verkündeten Schulterschluss mit der Tourismuswirtschaft eine noch größere Aufmerksamkeit für ihre Notlage in der Öffentlichkeit, den Medien und vor allem bei der Regierung zu erreichen.

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