„Der Nahverkehrstag soll neue Impulse geben, den ÖPNV in Deutschland fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Minister Hering zur Eröffnung. Attraktive Leistungen zu akzeptablen Preisen könnten vor allem durch mehr Wettbewerb im Nahverkehr erreicht werden. „Rheinland-Pfalz ist hier Vorreiter. Ab 2010 wird knapp die Hälfte der Leistungen im Schienenpersonennahverkehr unter wettbewerblichen Bedingungen erbracht“, berichtete Hering. Nur so könne das Angebot ausgeweitet und die gekürzten Regionalisierungsmittel zum großen Teil abgefedert werden. Auch technische Innovationen können laut Hering die Leistungsfähigkeit des Nahverkehrs verbessern. Rheinland-Pfalz wolle im Bereich von Echtzeitinformationen neue Akzente setzen. „Was nützt die Auskunft auf dem Fahrplan, wenn zur angegebenen Zeit noch kein Bus zu sehen ist? Hier gilt es, den Fahrgästen schnelle, präzise Auskünfte zu geben, ob sie einfach weiter warten oder frühzeitig Alternativen suchen, um ihr Ziel rechtzeitig zu erreichen“, erläuterte der Minister. Im Bereich des Klimaschutzes komme dem straßen- und schienengebundenen öffentlichen Verkehr eine wichtige Rolle zu. Während im Individualverkehr ein Verbrauch von drei Litern pro 100 Kilometer erst noch angestrebt werde, sei dies im ÖPNV schon weitgehend realisiert. Das Land Rheinland-Pfalz habe als Ergänzung zum ÖPNV ein Pendlerportal eingerichtet, das sich seither gut in das Gefüge klimafreundlicher Verkehrsmittel und -systeme einreihe.
Nahverkehrstag in Mainz
Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering hat in Mainz den 7. Deutschen Nahverkehrstag eröffnet. Rund 550 Experten der ÖPNV-Branche diskutieren an zwei Tagen in der Rheingoldhalle über Trends und Entwicklungen im ÖPNV.