Ende Mai entstehen in dem ehemaligen Industrieort ein lebender Skulpturengarten oder Klangformen, die den Wassergarten durchdringen, der sich unter dem Stahlskelett der ehemaligen Sieberei und Verladehallen erstreckt. Beim Flanieren und Lauschen entfalten sich „unerwartete, skurrile, poetische und fantastische Szenen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden“, so der Veranstalter. Das Event mit rund 20 Akteuren, Musikern und Tänzern, findet unter dem Namen „SOUNDSHAPES“ statt und ist eine Produktion zweier Ensembles aus dem Saarland.
Transformation und Strukturwandel
Das „In.Zeit Ensemble“ ist bekannt für seine musikalische Vielfalt und „oSONo“ ist ein Performance-Kollektiv mit Schwerpunkt auf interdisziplinärer Arbeit. Nicht nur im Saarland sind Transformation und Strukturwandel aktuell große Herausforderungen. Der Wandel vom Montanrevier zur modernen Industrieregion wurde bereits erfolgreich umgesetzt, jetzt steht das Bundesland vor neuen Herausforderungen. Mit ihrer Kunst wollen die Akteure „fundamentale Dynamiken untersuchen“ und die „Wandelprozesse in sozialen und organisatorischen Systemen steuern“.
Regionale Geschichte erlebbar machen
Weiterführende Schulen können am 29. Mai um 11 Uhr eine kostenlose Präsentation besuchen. Im Austausch mit Künstlern und Zeitzeugen will man die regionale Geschichte erfahrbar machen. Eine Gelegenheit für junge Menschen, sich „mit Fragen von Identität, Gemeinschaft und Zukunft auseinanderzusetzen“, so der Veranstalter. Der Strukturwandel im ehemaligen Steinkohlerevier zeige, wo industrielle Arbeit endet, könne kulturelle Kreativität beginnen und dies „nicht als Ersatz, sondern als Weiterentwicklung einer gemeinsamen Geschichte“. Die Veranstaltungen am 30. und 31. Mai 2026 finden jeweils um 15 Uhr und 18 Uhr statt. Treffpunkt ist 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.