Ausgestellt sind erstmals 21 Aufnahmen seines Projektes „National Routes of Norway“, welche architektonische Besonderheiten Norwegens, eingebettet in die archaische, weitläufige Landschaft des Landes, zeigen. Norwegen ist aufgrund seiner rauen und wenig bevölkerten Landschaft ein beliebtes Urlaubsziel. Um die touristischen Routen quer durch das Land aufzuwerten und um einen zeitgenössischen Akzent zu setzen, lobte das norwegische Verkehrsministerium einen Architektenwettbewerb aus. Entlang von 18 beliebten Nationalstraßen sollten Informationszentren, Aussichtsplattformen und Rastplätze entstehen. Im Gegensatz zu vielen sehr pragmatischen Bauwerken, wie sie üblicherweise für derartige Bauaufgaben errichtet werden, kam es den Organisatoren darauf an, die Architektur in einen besonderen Dialog mit der sie umgebenden Landschaft treten zu lassen.
Ken Schluchtmann hat sich für sein Projekt auf den Weg gemacht, diese zeitgenössischen Architekturhighlights in Bildern festzuhalten und ist dafür rund 20.000 Kilometer durch Norwegen gereist. Vorab hat er sich nicht nur mit den speziellen Wetterbedingungen vor Ort auseinandergesetzt, sondern auch Architekturpläne studiert und sich mit einzelnen Architekten getroffen. Schluchtmann setzt die Licht- und Witterungsbedingungen bei seinen Aufnahmen als konstituierendes Gestaltungselement ein. Es entstehen keine konventionellen Postkartenmotive, sondern geradezu mystisch aufgeladene Interpretationen der Architektur und der sie umgebenden Landschaft. Ken Schluchtmann, Jahrgang 1970, wurde zwei Jahre in Folge auf dem World Architecture Festival in Singapore als bester Architekturfotograf ausgezeichnet. Seine Aufnahmen erscheinen im Oktober im Hatje Cantz Verlag und sind auch im ZeitReise-Shop der Autostadt erhältlich. Mehr Infos unter http://www.autostadt.de. (ah)