P&O Ferries profitiert vom Sea-France-Aus

30.11.2011 10:35 Uhr

Nachdem die defizitäre französische Fährreederei zum 15. November 2011 den Betrieb im Ärmelkanal eingestellt hat, erhöht der britische Anbieter nun seine Kapazitäten auf der Strecke zwischen Calais und Dover.

Wie „Touristik Aktuell“ berichtet, steigerte P&O Ferries durch die Reaktivierung des Fährschiffes European Seaway die Zahl der Abfahrten pro Tag von 23 auf bis zu 30. Der französischen Staatsreederei wurde indes eine weitere Frist von zwei Monaten eingeräumt, um einen Käufer zu finden, nachdem das Pariser Handelsgericht die Übernahmeangebote des dänischen Fährbetreibers DFDS und der Sea-France-Belegschaft abgelehnt und ein Konkursverfahren eingeleitet hatte. Das Gericht entschied auch, das Sea France bis 28. Januar 2012 aufgelöst werden müsse. Bis 12. Dezember 2011 können noch Angebote für eine Übernahme abgegeben werden. Hintergrund der finanziellen Probleme von Sea France ist vor allem die starke Konkurrenz durch die Eisenbahnverbindung durch den Ärmelkanaltunnel, aber auch durch die britische Reederei P&O. Sea France war zuletzt das einzige französische Unternehmen auf dem Markt. (ag)

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