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Reisebesteuerung: VPR Steuerausschuss an vorderster fiskalischer Front

Der VPR setzt sich im Rahmen der europaweit einheitlichen Reisebesteuerung für eine praktikable und faire Lösung Konsenslösung ein.
© Foto: iStock/Doucefleur

Die Vorbereitungen zur Vereinheitlichung der Reisebesteuerung in der EU laufen auf Hochtouren – entsprechend groß ist das Engagement des Steuerausschusses des VPR e.V., des Internationalen Verbands der Paketer.


Datum:
08.07.2022
Autor:
Judith Böhnke
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Der Verband setzt sich für faire, praxisgerechte und unkomplizierte Lösungen ein und bringt seine Positionen neben anderen touristischen Verbänden und Steuerexperten im Rahmen der Studie „VAT rules appliccable to the travel and tourism sector“ ein, nimmt also auch aus praktischer Sicht Einfluss auf EU-Steuerentwicklungen.

„Wir sehen uns schon als Hüter der Margenbesteuerung“, sagt Christoph Knobloch, Vizepräsident des VPR und zuständig für Steuern und Recht. „In einer Vielzahl von Fällen ist die Margenbesteuerung aufgrund ihrer bewährten Praktikabilität unverzichtbar. Diese Art der Besteuerung ist fair, einfach und praxisgerecht und steht auch nicht zur Disposition. Es wird auch keine ‚on-top-Steuer‘ geben. Dennoch gibt es Bereiche, in denen im Zuge der anstehenden Veränderungen Dinge verbessert werden können.“ Der VPR hat diese in 4 knappen Leitsätzen zusammengefasst, die auf einen Blick verdeutlichen, worum es geht:

  1. TOMS FIRST! – Margenbesteuerung zuerst!
  2. Simply TOMS it, but opt out B2B! – Wahlrecht für die Regelbesteuerung ermöglichen!
  3. Don’t single the margin, global it! – Keine Einzelmargenermittlung!
  4. Don‘t favor non-EU competitors! – Keine Begünstigung von Wettbewerbern aus nicht-EU-Ländern!

Die neue Studie ist eine Fortsetzung der ursprünglichen EU TOMS Study aus dem Jahr 2017. Sie soll bereits im November 2022 zur Evaluation vorgelegt werden. Im Rahmen eines Treffens mit der von der EU-Kommission beauftragten Berateragentur Economisti Associati aus Italien konnte der VPR in einem mehrstündigen Interview am 14. Juni seine Positionen darlegen und erläutern. Knobloch: „Wir sitzen ja nicht allein am Tisch – die Herausforderung ist, den Vertretern der anderen EU-Staaten unsere Standpunkte plausibel zu machen und idealerweise einen Konsens zu erzielen. Ich denke, dass ist uns bislang sehr gut gelungen.“ Es gelte, die Entscheidungsfindung gut vorzubereiten, sich im Klaren darüber zu sein, was für deutsche und europäische Reiseveranstalter benötigt wird und – wenn eben möglich – die bewährten deutschen Besteuerungsregeln auf EU-Ebene dergestalt einzubringen, dass die anderen Beteiligten und Mitgliedsstaaten diese akzeptieren.

Bis zur finalen Entscheidung wird noch Zeit ins Land gehen, denn politische Mühlen mahlen bekanntlich eher langsam. Genau diese Zeit gelte es, durch fokussierte Verbandsarbeit zu nutzen, ist Knobloch überzeugt. Der VPR Steuerausschuss ist entsprechend an vorderster fiskalischer Front im Einsatz. Mehr Informationen zu den Aktivitäten des VPR gibt es auf der Homepage des VPR.

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