Reisebusse: Sicherheit beim Brennstoffzellenantrieb

06.02.2026 12:26 Uhr | Lesezeit: 3 min
Brennstoffzellenbus_H2_Coach_Daimler
Die Komponenten des H2 Coach stammen aus unterschiedlichen Technologieplattformen von Daimler Buses und Daimler Truck
© Foto: Daimler Truck

FEV bringt als Entwicklungspartner gemeinsam mit Daimler Buses unter dem Namen „H2 Coach“ einen Reisebus mit wasserstoffbasiertem Brennstoffzellenantrieb auf die Straße.

Ausgangspunkt des für Erprobungszwecke vorgesehenen Technologieträgers war ein konventioneller Reisebus der Marke Setra. Die Entwicklung markiere einen „wichtigen Schritt hin zu lokal emissionsfreien Langstreckenfahrten“, so FEV, das auf folgende Vorteile dieser Technologie verwies: „kurze Betankungszeiten, Reichweiten von mindestens 800 Kilometern pro Tankfüllung und ein geräuscharmer Betrieb“. Nach Erstellung des Gesamtfahrzeugkonzeptes übernahm FEV die mechanische sowie E/E-Integration. Eine Besonderheit seien die eingesetzten Einzelkomponenten – darunter Brennstoffzelle, Hochvolt-Komponenten (u. a. Batterie und E-Motor) H2-Tankbaugruppen, Steuergeräte inklusive Software – stammten aus unterschiedlichen Technologieplattformen von Daimler Buses und Daimler Truck, so FEV. Man habe diese Systeme zu einem funktionsfähigen Antriebsstrang in das Gesamtfahrzeug integriert, so das Unternehmen.

Maßnahmen für Hochvolt- und Wasserstoff-Sicherheit

Ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung war das Thema Sicherheit. Es wurden Maßnahmen für verschiedene Crash-Lastfälle sowie für funktionale-, Hochvolt- und Wasserstoff-Sicherheit erarbeitet.

Die Leistungskennzahlen des H2 Coach:

  • Cellcentric-Brennstoffzellenaggregat mit 300 kW elektrischer Leistung
  • Zwei H2-Tanks mit insgesamt 46 Kilogramm Kapazität
  • Zentralmotor mit 320 kW Dauer- bzw. 400 kW Maximalleistung
  • Integriertes Batteriesystem zur Zwischen- und Spitzenlastspeicherung

Maßgeschneiderte Fahrzeuglösung

„Der H2 Coach demonstriert eindrucksvoll, wie sich komplexe Subsysteme zu einem erprobungsfähigen, sicheren Gesamtfahrzeug integrieren lassen, wenn Fahrzeug-, Powertrain und E/E-Kompetenz aus einer Hand kommen“, sagte Klaus Wolff, Vice President Project Management bei FEV. „Mit unserem One-Stop-Shop-Ansatz lieferten wir unserem Kunden schnell und effizient die gewünschte maßgeschneiderte Lösung – vom Konzept bis zur Zulassung.“ Nach der TÜV-Abnahme und bestandenen EMV-Prüfungen übergab FEV das Fahrzeug nach rund zwei Jahren gemeinsamer Projektlaufzeit an Daimler Buses. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der vergangenen Monate war die offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Daimler Buses“, sagte Wolff über das Projekt.


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