Rekrutierung: KVB bildete Geflüchtete zu Busfahrern aus

28.08.2026 11:45 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Zwei der erfolgreichen Job-Turbo-Absolventen bei der KVB: Maxamed Cismaan (links) und Falah Hasan
© Foto: KVB/ Helge Neumann

Um Personal für den Fahrdienst zu gewinnen, setzen die Kölner Verkehrs-Betrieb auf eine Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, ein Projekt hat man nun erfolgreich abgeschlossen.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und die Agentur für Arbeit haben ihr gemeinsames Qualifizierungs-Projekt „Job-Turbo“ erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen knapp 13 Monaten wurden in drei Maßnahmen insgesamt 13 geflüchtete Menschen aus sieben verschiedenen Ländern zu Busfahrern bei der KVB ausgebildet. Alle Absolventen haben den Führerschein gemacht, elf von ihnen sind nun erfolgreich im regulären Liniendienst für die KVB im Einsatz.

Ausbildung zunächst beim externen Bildungsträger

Die jungen Männer, die an dem Projekt teilgenommen haben, stammen aus Iran, Syrien, Afghanistan, Mali, Somalia, Eritrea und Irak. Sie haben ihre Ausbildung zunächst beim externen Bildungsträger BBG Gesellschaft für betriebliche Beratung und Betreuung mit einem achtwöchigen berufsspezifischen Deutschkurs begonnen. Nach dem Erwerb des Busführerscheins und des Personenbeförderungsscheins wurden die Teilnehmer in der KVB-Fahrschule unterrichtet. Dort lernten sie KVB-spezifische Themen wie etwa Tarife kennen und wurden im Fahren eines E-Busses und eines Gelenkbusses geschult. Danach waren die neuen Fahrer zunächst gemeinsam mit einem Lehrfahrer unterwegs, bevor sie selbstständig auf den Buslinien fahren durften.

Perspektive für geflüchtete Menschen

„Wir möchten als KVB Chancengeberin für geflüchtete Menschen sein. Wir bieten ihnen in unserem Unternehmen eine dauerhafte berufliche Perspektive und tragen somit dazu bei, dass sie in Deutschland langfristig eine Heimat finden. Die jungen Männer haben sich während ihrer Ausbildung und jetzt auch im Job als außerordentlich motiviert und zuverlässig erwiesen“, sagte Peter Densborn, Vorstand und Arbeitsdirektor der KVB.

Bedarf an Fachkräften bleibt hoch

Johannes Klapper, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Köln, führte weiter aus: „Unser Ziel war es, mit dem Job-Turbo geflüchtete Menschen schnell in Arbeit zu bringen und sie dann auf ihrem weiteren beruflichen Weg zu unterstützen.“ Bei den Kölner Verkehrs-Betrieben hat das gut funktioniert. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleibe der Bedarf an Fachkräften hoch. Er wünsche sich, dass „noch mehr Arbeitgeber den Mut haben, auch Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht dem klassischen Anforderungsprofil entsprechen“, sagte Klapper.

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