Ein knappes halbes Jahr nach Start des Ersatzverkehrs wegen der Generalsanierung auf der Zugstrecke zwischen Hamburg und Berlin zeigt sich der Betreiber zufrieden. „Wir haben uns gut eingefahren“, sagte der Geschäftsführer des zuständigen Busunternehmens Ecovista, Michael Bader, am Mittwoch, 14. Januar, in Schwerin. „Die Routine ist da, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind sehr hoch – ich bin wirklich sehr zufrieden.“ Es sei „der größte Ersatzverkehr, den es in Europa jemals gegeben hat, und jeder Tag ist ein Projekt für sich“, betonte Bader.
Über 200 SEV-Busse im Einsatz
Nach Angaben von Ecovista werden im Schnitt rund 30.000 Fahrgäste pro Tag mit den Bussen zwischen Hamburg und Berlin transportiert. Mehr als 200 SEV-Busse seien dafür im Einsatz. Das Winterwetter im Norden Deutschlands zum Jahresstart sei für den Busbetrieb schwierig gewesen. Wegen schlechter Straßenverhältnisse habe es Ausfälle und Verspätungen gegeben. „Seit dem Start Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin am 1. August 2025 fahren unsere Busse täglich 86.000 Kilometer auf 28 Linien. Stand heute sind es über 14 Millionen Kilometer, die wir im Ersatzverkehr zurückgelegt haben“, sagte Bader.
Busse sind 167 Tage im Betrieb
Die Bahn hat für die Dauer der neunmonatigen Sanierungsarbeiten gemeinsam mit den Aufgabenträgern der betroffenen Länder ein umfassendes Verkehrskonzept erarbeitet. Dazu gehört auch der Schienenersatzverkehr, mit dessen Durchführung das Busunternehmen Ecovista beauftragt wurde. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) betonte vor Ort, dass beim Ersatzverkehr auf anfängliche Störungen gut reagiert worden sei, mittlerweile seien die Busse 167 Tage in Betrieb. „Das ist schon eine gute Zahl.“
Ersatzverkehr mit Bussen läuft
„Wir haben unseren Kundinnen und Kunden da wirklich viel zugemutet“, sagte der DB-Bevollmächtigte für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, in Schwerin. „Es ist natürlich von der Fahrzeit nicht annähernd vergleichbar.“ Der Ersatzverkehr laufe, dennoch freue er sich, wenn die Bahnen ab dem 1. Mai wieder regulär fahren.