Im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft Verdi neue Warnstreiks beschlossen. Das sagte eine Verdi-Sprecherin der „Deutschen Presse-Agentur“. Zu den Arbeitsniederlegungen solle es ab der kommenden Woche kommen, wo und wann genau, werde „aus strategischen Gründen“ erst später mitgeteilt. Man werde jedoch so rechtzeitig über die Warnstreiks informieren, dass die Fahrgäste sich darauf einstellen könnten.
Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis
Zuvor war die dritte Verhandlungsrunde am Mittwoch, 4. Februar, ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber hätten Forderungen auf den Tisch gelegt, die zuvor gar nicht zur Diskussion gestanden hätten, darunter die Streichung einer Aufstockung des Krankengeldes für länger erkrankte Arbeitnehmer, erklärte Verdi, eine Gewerkschaftssprecherin sprach von einem „Eklat“. Noch am Vorabend hatte die Verdi-Sprecherin zunächst mitgeteilt, dass es trotz ergebnisloser Gespräche vorerst keine weiteren Warnstreiks geben solle. Der „Eklat“ habe sich jedoch danach ereignet, sagte die Sprecherin.
Parallele Verhandlungen im kommunalen ÖPNV
Erst zum Start in die Woche hatte die Gewerkschaft hessenweit mehrere tausend Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu einem ganztägigen Warnstreik ab der Frühschicht aufgerufen. Mit dem Ausstand sollte den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Nachdruck verliehen werden. Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in vielen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag.