Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. hierzu: „Angesichts der viel zu häufigen fürchterlichen Unfälle mit Nutzfahrzeugen auf Autobahnen und anderen Straßen, angesichts der Toten, Verletzten und der volkswirtschaftlichen Schäden begrüßt die Deutsche Verkehrswacht die Initiative der EU-Kommission, verkehrssicherheitsfördernde Fahrerassistenzsysteme vorzuschreiben. Für neue Fahrzeuge, insbesondere in schweren Omnibussen und Nutzfahrzeugen, sollten elektronische Fahrstabilitätsregelsysteme, Spurverlassenswarner und fortschrittliche Notbremssysteme zur Standardausrüstung gehören.“ Neben einem situationsangemessenen und gelassenen Verhalten im Straßenverkehr, für das die Deutsche Verkehrswacht stetig werbe, habe die moderne Fahrzeugtechnik europaweit erheblichen Einfluss auf die Senkung der Anzahl der Verkehrstoten. Passive Sicherheitssysteme, insbesondere crash-sichere Karosserien, Airbags und Rückhaltegurte könnten die Unfallschwere senken und aktive Sicherheitssysteme wie ABS und ESP widerum Unfälle verhindern. Innovative Fahrerassistenzsysteme wie Spurverlassenswarner, Notbremssysteme oder moderne Lichtsysteme könnten ebenfalls dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheitsziele Deutschlands und der Europäischen Union zu erreichen. Bodewig: „Wir fordern Autoindustrie, Hersteller und Zulieferer dazu auf, Fahrerassistenzsysteme nach neuestem Stand der Technik zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Flottenbetreiber sollten diese in Bussen und Nutzfahrzeugen einsetzen. Private Autokäufer sollten bei der Wahl eines PKW Sicherheitssystemen Vorrang geben vor Design-Argumenten. Natürlich ist die Politik aufgefordert, rasch die Rahmenbedingungen zu schaffen und bürokratische Hemmnisse abzuschaffen, die die Einführung der Sicherheitstechnik verzögern.“ (ah)
Verkehrswacht fordert Einbau von Fahrerassistenzsystemen
Zur aktuellen Diskussion in der UN ECE (United Nation Economic Commission for Europe) fordert die Deutsche Verkehrswacht die beteiligten Kreise auf, Fahrerassistenzsysteme (FAS) nach dem neuesten Stand der Technik anzubieten und entsprechend der Sicherheitsverordnung 661/2009/EC in Nutzfahrzeugen einzusetzen.