Es dürfen keinesfalls „hessische Zustände“ einkehren, so Sedelmeier. „Sind die privaten Omnibusunternehmen erst einmal über den Jordan gegangen, lassen sich Fehler nicht einfach wiedergutmachen.“ Wenn wertvolles Knowhow verloren ginge, würde für die Politik ein steiniger und teurer Weg beginnen und den Schaden hätten laut Sedelmeier die Fahrgäste. Er ermahnte Verkehrsminister Winfried Hermann, nicht durch einseitige Entscheidungen ein mögliches „Aus“ für den privaten Omnibusverkehr zu provozieren. Hermann entgegnete darauf: „Wir möchten die ÖPNV-Finanzierung im Land auf eine neue Basis stellen, und dies im Dialog mit den Omnibusunternehmern im Land. Angesichts der Schuldenbremse in den öffentlichen Haushalten müssen wir zukünftig mit dem vorhandenen Geld mehr machen und die Omnibusunternehmer daran beteiligen." Zudem erklärte der Verkehrsminister, dass in der Koalition alles getan werde, um die Busförderung weiterführen zu können. „Aber mit diesem Geld möchten wir eine bestimmte Qualität fördern: Behindertengerechte und umweltfreundliche Busse mit moderner Technik. Auch das Förderprogramm für Partikelfilter-Nachrüstungen soll weiter geführt werden. Mit dieser Landesregierung geht die Omnibusbranche auch in schweren Zeiten einer guten Zukunft entgegen." (ts)
WBO-Vorsitzender warnt vor ÖPNV-Krise
Vor einer drohenden „Eiszeit“ im ÖPNV warnte der Vorsitzende des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO), Klaus Sedelmeier, in seiner Rede vor 350 Omnibusunternehmern sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft bei der 65. Jahreshauptversammlung.