Nach den ersten 100 Testtagen ziehen vbl und Volvo eine positive Bilanz. Auch die Fahrgäste äußern sich positiv zur Weltpremiere in Luzern. Der weltweit erste Hybrid-Gelenkbus mit einem Euro 6 Motor von Volvo ist auf dem Streckennetz von vbl seit dem 8. Juli unterwegs. Das Prototyp-Fahrzeug wird während eines Jahres anlässlich eines Feldtests in Luzern eingesetzt und soll im Linienverkehr seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.
Eine erste Auswertung nach 100 Tagen zeigt nun: Der Hybrid-Gelenkbus von Volvo überzeugt, so die Luzerner Verkehrsbetriebe. Der Dieselverbrauch könne um 28 Prozent reduziert werden. Dies ergäben die Messungen aus den ersten drei Monaten, in welchen über 14.000 Kilometer im Linienverkehr gefahren wurden. Die Chauffeure von vbl geben durchwegs gute Rückmeldungen zum Fahrkomfort. Dank der Hybrid-Technologie können auch die Lärm- und die Abgasbelastungen gesenkt werden. Auch bei den Passagieren kommt der Hybrid-Gelenkbus gut an, wie eine Umfrage der Hochschule für Wirtschaft in Fribourg bei Fahrgästen ergeben hat. So beurteilen rund 80 Prozent den Fahrkomfort im Hybrid-Gelenkbus als sehr gut oder gut, gar 85 Prozent beurteilen den Sitzkomfort als sehr gut oder gut. Die überwiegende Mehrheit der befragten knapp 100 Passagiere findet, dass vbl auch in Zukunft ihre fortschrittliche Haltung beibehalten und grundsätzlich auf umweltschonende Konzepte setzen sollte. Sie würden es begrüßen, auch weiterhin in solchen Volvo Hybrid-Gelenkbussen zu fahren.
Der Test dauert noch bis im nächsten Sommer. In den nächsten Monaten liegt der Test-Fokus des Prototyp-Fahrzeugs auf der Wintertauglichkeit. Der Hybrid-Gelenkbus wird weiterhin auf verschiedenen vbl-Linien eingesetzt, die von der Kapazität her Gelenkbusse erfordern. Nach Abschluss des einjährigen Feldtests geht der Gelenkhybridbus zurück ins Volvo-Werk nach Schweden. In welchem Rahmen Hybridbusse künftig eingesetzt werden, entscheidet vbl nach Sichtung aller erhobenen Daten am Ende des Feldtests. (ah)