BVG : Keine Bustickets mehr für Bargeld

Ab April können Fahrgäste in allen BVG-Bussen testweise nur noch mit EC- und Kreditkarten Fahrscheine kaufen
© Foto: Andrea Warnecke / dpa Themendienst / picture-alliance

Voraussichtlich Mitte April sollen die vorderen Türen in Berliner Bussen wieder geöffnet werden. Dann soll auch ein Modellprojekt zum bargeldlosen Bezahlen starten.


Datum:
29.03.2021
Autor:
dpa/Anja Kiewitt

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Die Busse der BVG sollen bald wieder wie vor der Corona-Pandemie die vorderen Türen für den Einstieg öffnen. Das kündigte die neue Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp im Interview mit der "Berliner Zeitung" an. Allerdings sollen Fahrscheine dann anders als früher nicht mehr mit Bargeld im Bus gekauft werden können. Voraussichtlich Mitte April sollen die vorderen Türen wieder geöffnet werden."Dann soll ein Pilotprojekt beginnen, bei dem wir im gesamten Busnetz die kontaktlose Zahlung testen. Für die Fahrgäste wird das bedeuten, dass sie in allen BVG-Bussen mit EC- und Kreditkarten Fahrscheine kaufen können", teilte die Chefin des größten deutschen Nahverkehrsunternehmens mit. "Bargeld wird in den Bussen nicht mehr angenommen, schon um in Corona-Zeiten unnötige Kontakte zu vermeiden. Nach unseren Vorstellungen soll aus der vorläufigen eine dauerhafte Lösung werden."

Prepaidkarte aus der Drogerie

Die BVG-Chefin kündigte an, dass die BVG eine aufladbare Prepaidkarte herausgeben wird, mit der Fahrgäste Tickets im Bus und anderswo kaufen können. "Die Ausschreibung ist abgeschlossen und wir gehen davon aus, dass die Guthabenkarte vom zweiten Quartal 2021 an gekauft werden kann", so Kreienkamp. Zunächst soll es sie bei den Vertriebsstellen der BVG geben, später auch in Drogeriemärkten. Die BVG-Chefin berichtete auch über Überlegungen für ein neues Ticketsystem, das bereits seit längerem im Gespräch ist. Damit sollen Kunden gehalten und neue gewonnen werden.

Vorbild Bahncard

Seit Beginn der Pandemie 2020 ist die Zahl der Umweltkarten-Abos bei der BVG um mehr als zehn Prozent gesunken. Einer der Gründe ist, dass zahlreiche Berliner derzeit im Homeoffice arbeiten. "Wir denken über eine ÖPNV-Card nach, die wie eine Bahncard funktionieren würde", so Kreienkamp. "Die Kundin oder der Kunde zahlt eine Grundgebühr, die sich preislich im Bereich eines Netflix-Abos bewegen würde. Dafür können dann Tickets zum ermäßigten Preis gekauft werden." Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht. Die landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betreiben in Berlin für den öffentlichen Nahverkehr Busse, Straßenbahnen und die U-Bahn sowie einige Fähren.

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