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Elektromobilität: Ein zweites Leben für E-Bus-Batterien

Die Einsatzzeit der Batterien mit NMC-Technologie endet im E-Citaro nach rund fünf bis sechs Jahren
© Foto: Daimler Truck

Um eine Second-Life-Anwendung von E-Bus-Batterien zu erproben, nimmt Daimler Buses als assoziierter Partner bei einem Modellprojekt in Hannover teil.


Datum:
21.04.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Bei diesem Projekt mit Namen „GUW+“ in einem neuen Gleichrichter-Unterwerk der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe entsteht ein stationärer Energiespeicher auf Basis von Batteriesystemen, die zuvor in E-Citaro Stadtbussen zur Anwendung kamen. „Die Anschaffungskosten von Elektrobussen stellen eine besondere Herausforderung dar. Die stationäre Wiederverwendung der Batterien innerhalb des Verkehrsbetriebs kann perspektivisch zusätzliche Amortisationspfade schaffen und dadurch die Elektrifizierung des straßengebundenen ÖPNV weiter beschleunigen“, sagte Holger Elix, Leiter Infrastruktur bei der Üstra.

Das neue Gleichrichter-Unterwerk in Hannover soll zur Versorgung der Stadtbahnen und Elektrobusse der Üstra beitragen. Der Energiespeicher dient dabei als Puffer zur Nutzung der anfallenden Rekuperationsenergie im Rahmen des Stadtbahnbetriebs und ermöglicht so den Ausgleich von Lastspitzen, einen Weiterbetrieb bei Netzausfällen sowie die Versorgung der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Der Pilotspeicher verfügt über eine Kapazität von rund 500 kWh und besteht aus rund 20 Batteriesystemen, die zuvor im E-Citaro für Erprobungsfahrten eingesetzt wurden.

Die Erweiterung eines klassischen Gleichrichter-Unterwerks wird im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Verbundprojekts GUW+ entwickelt. Neben dem Konsortialführer Alstom Transport Deutschland, gehören dem Konsortium die Firmen Elpro (Berlin) und Motion Control and Power Electronics (Dresden), das Fraunhofer IVI in Dresden und die TU Dresden an. Daimler Buses unterstützt das Projekt als assoziierter Partner. Die Üstraist als Demonstrationspartnerin an GUW+ beteiligt. Das 2019 gestartete Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Weiterverwendung der Batterien verbessert die Ökobilanz

Umwelt- und Ressourcenschonung sei das Hauptargument für den E-Citaro, betont Gustav Tuschen, Leiter Entwicklung Daimler Buses, der hinzufügte: „Wir haben es gründlich überprüft: Sein CO2-Fußabdruck ist über seine lange Lebensdauer hinweg erheblich günstiger als jener von konventionell angetriebenen Stadtbussen. Die Weiterverwendung seiner Batterien verbessert die Ökobilanz zusätzlich.“

Die Einsatzzeit der Batterien mit NMC-Technologie endet im E-Citaro nach rund fünf bis sechs Jahren bei einer Kapazität von etwa 80 Prozent. Danach ist laut Hersteller die notwendige Reichweite der Stadtbusse nicht mehr gewährleistet. Der Lebenszyklus einer Batterie endet jedoch nicht zwangsläufig nach dem Betrieb in einem Fahrzeug. Im stationären Betrieb ist sie in der Regel noch voll einsatzfähig, da Kapazitätsverluste hier eine untergeordnete Rolle spielen. Nach bestimmungsgemäßer Nutzung der Batterien im Fahrzeug, ist ein Betrieb im stationären Bereich für mehrere weitere Jahre möglich und erweitert damit deren wirtschaftlichen Nutzen und Umweltbilanz.

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