Es besteht der Verdacht, dass zwischen 2002 und 2005 beim Verkauf von Nutzfahrzeugen verdeckte Provisionszahlungen in einer Gesamthöhe von circa einer Million Euro in Deutschland und mehreren Millionen Euro im Ausland erfolgt sind. Nach Informationen der Tagespresse seien neben den Büroräume in München sowie 39 Niederlassungen auch die Privatwohnungen von drei Beschuldigten durchsucht worden. Nähere Einzelheiten will die Staatsanwaltschaft voraussichtlich in den nächsten Tagen bekanntgeben. Wie MAN in einer Pressemitteilung bekannt gibt, sichere man der Staatsanwaltschaft die volle Unterstützung zur Aufklärung der Vorwürfe zu und werde mit den Ermittlungsbehörden eng kooperieren. Im Code of Conduct (Verhaltensrichtlinie) der MAN Gruppe sei für alle Mitarbeiter verbindlich festgelegt, dass Zuwendungen aller Art durch Mitarbeiter der MAN Gruppe mit dem Ziel, Aufträge oder unbillige Vorteile für MAN oder andere Personen zu erhalten, untersagt sind.
MAN: Durchsuchungen wegen Bestechungsverdacht
Die Staatsanwaltschaft München I hat am 5. Mai im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens Büroräume der MAN AG und MAN Nutzfahrzeuge AG in München sowie Niederlassungen der MAN Truck & Bus Deutschland durchsucht.