Mercedes-Benz Citaro für den Transport von Covid-19-Patienten

© Foto: Daimler

In nur drei Wochen hat Daimler Buses am Standort Neu-Ulm einen Überlandlinienbus in ein Spezialfahrzeug für die Verlegung von Covid-19-Patienten umgebaut.


Datum:
27.04.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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Der Mercedes-Benz Citaro wird von der DRK-Rettungsdienst Heidenheim-Ulm gGmbH eingesetzt, die damit den größten Intensivtransportwagen in Deutschland in Betrieb nimmt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine Leihgabe, das dem Deutschen Roten Kreuz vorerst für die Dauer von sechs Monaten zur Verfügung gestellt wird, berichtet Daimler in einer Pressemitteilung. Das gemeinsame Projekt werde außerdem vom Universitätsklinikum Ulm unterstützt, das für das ärztliche Fachpersonal sorgt. Mit an Bord ist auch die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die Fahrer und Wartungspersonal zur Verfügung stellt.

„Aktuell sind es unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die unentwegt im Einsatz sind und unseren besonderen Respekt verdienen. Ich freue mich daher, dass wir das DRK mit der Bereitstellung von Transportkapazitäten unterstützen können. Als Omnibusproduzent wollen wir lokal unseren Beitrag bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie leisten. Diverse Aktivitäten am Standort Neu-Ulm zeigen, dass es auch in dieser Zeit gute Initiativen und Herangehensweise unserer Kolleginnen und Kollegen gibt“, erklärt Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses.

Der Mercedes-Benz Citaro aus dem Jahr 2019, der als Überlandlinienbus 45 Sitz- und 40 Stehplätze bietet, ist in seiner neuen Funktion mit vier vollständig ausgestatteten Intensivplätzen ausgerüstet. Mit dem umfunktionierten Bus könne das Deutsche Rote Kreuz in Ulm nun schnell reagieren und Intensivpatienten bei Bedarf in andere Krankenhäuser transportieren. Ausgestattet ist der Bus unter anderem mit vier elektrohydraulischen Fahrtragen mit Beladesystem, vier Intensivbeatmungsgeräten, vier Überwachungsmonitoren, einem Sonographiegerät und einem Blutgasanalysegerät. Zudem haben die Mitarbeiter von Daimler Buses Stauraum für ausreichend Medikamente, Pflegeutensilien, zusätzliche Sauerstoffgeräte und Schutzkleidungen geschaffen. Außerdem wurde der Bus mit Blaulicht und Signalhorn ausgestattet.

Hygienisch geschützter Fahrerarbeitsplatz

Da der Transport von Covid-19-Patienten ein Schwerpunkt sein wird, spielten beim Umbau hygienische Anforderungen eine große Rolle, schreibt Daimler. So kann im Patientenraum nach den Krankentransporten ein Desinfektions-Vernebelungsgerät eingesetzt werden. Der Bereich für die Fahrer wurde durch eine Wand vom Patientenraum abgetrennt. Zudem wurde die Lüftungsanlage umgebaut. So hat der Fahrer keinerlei Kontakt zu den Patienten und ist keiner Infektionsgefahr ausgesetzt.

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