Mercedes und Bremerhaven erforschen die Zukunft des ÖPNV

25.05.2011 17:46 Uhr
EBSF Mercedes
© Foto: Daimler AG

Im Rahmen des EU-Projektes European Bussystem of the Future (EBSF) geht ein Testfahrzeug von Mercedes-Benz in Bremerhaven auf die Linie.

In dem Demonstrator auf Basis eines Citaro G wurden gleich mehrere Projekte umgesetzt, die sich mit dem Thema Fahrgastinformationssysteme beschäftigen. So soll beispielsweise ein Lichtleitsystem mit grünen und roten LEDs an den Türen und über den Sitzplätzen die Fahrgastströme im und auch vor dem Bus optimieren. Piktogramme auf den Seitenscheiben des Citaro weiden darauf hin, dass WLAN, GPS und 230-Volt-Steckdosen in diesem Bus zur Verfügung stehen. Während zwei nach außen gerichtete 58 cm LCD-Monitore an Tür 1 den Fahrgast noch vor dem Einsteigen über Linienverlauf und Haltepunkte informieren, übernehmen vier Monitore diese Aufgabe im Innern. Zusätzlich bilden sie Anschlussverbindungen, Umleitungen, Wartezeiten in Echtzeit und im Ruhezustand Informationen aus Kultur, Politik und Wirtschaft ab. EBSF ist bisher das größte von der Europäischen Kommission geförderte straßengebundene Verkehrsprojekt. Es hat zum Ziel, einen innovativen und hochqualitativen europäischen Omnibussystems der Zukunft zu fördern. Insgesamt verfolgen die sieben Projekte in sieben europäischen Städten einen integrierten Systemansatz (Fahrzeug, Infrastruktur, Technik, Betrieb) in dem die Fahrgastanforderungen aller Altersstrukturen berücksichtigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des EBSF-Projekts widmet sich der Vision eines ergonomisch optimierten europäischen Busfahrerarbeitsplatzes. Neben den ergonomischen Gesichtspunkten spielen dabei auch persönliche Fahrerbedürfnisse, Sicherheitsaspekte und die Einhaltung europäischer Regularien eine Rolle. „Der Fahrerplatz, wie wir ihn heute kennen, wurde komplett hinterfragt und überarbeitet“, weiß Dr. Helmuth Warth, Daimler Buses und Projektkoordinator EBSF, zu berichten. „Fast alle Komponenten lassen sich in der gezeigten Studie auf die individuellen Bedürfnisse einstellen. Sei es die Armaturenbretttafel selbst, das Lenkrad oder die Dämpfung des Fahrersitzes.“ Zurzeit erproben Testfahrer den neuen Arbeitsplatz in einem 3D-Simulator im Dresdener IVI-Fraunhoferinstitut. (akp)

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