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ÖPNV: Autonomer Shuttle nimmt Fahrgastbetrieb auf

In Bad Soden-Salmünster fährt der autonome Shuttle im normalen Straßenverkehr
© Foto: RMV/Arne Landwehr

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund testet im Rahmen des Projekts Easy autonom fahrende Shuttles im ÖPNV. Erstmals im RMV-Gebiet nimmt der Shuttle am öffentlichen Straßenverkehr teil.


Datum:
17.06.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Beim Projekt Easy-Shuttle in Bad Soden-Salmünster können nun auch Fahrgäste im autonomen Shuttle mitfahren. Easy steht für „Electric Autonomous Shuttle for You“ und ist ein Pilotprojekt zum Test von autonomen Fahrzeugen und ihrer Nutzbarkeit für den öffentlichen Nahverkehr. Mit wechselnden lokalen Partnern untersucht der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) dabei im gesamten Verbundgebiet, wie sich autonome Fahrzeuge unter welchen Umständen in den öffentlichen Nahverkehr eingliedern lassen. Im Rahmen des Projekts wurden bereits über 500 Kilometer im öffentlichen Straßenverkehr in Bad Soden-Salmünster absolviert. Dank gesunkener Inzidenzen können seit Mittwoch, 16. Juni, auch Fahrgäste an Bord des autonomen Shuttles mitfahren.

Das Fahrzeug fährt auf einem Rundkurs Haltestellen zwischen der Salztal-Klinik, der Spessart-Therme und dem Parkplatz-Festplatz an. Das Besondere an diesem Einsatz: Im Gegensatz zu bisherigen Easy-Testfeldern am gesperrten Frankfurter Mainkai oder auf dem Gelände von Kloster Eberbach nimmt der Shuttle hier erstmals am öffentlichen Straßenverkehr teil. „Es ist natürlich essenziell, dass das Fahrzeug auch im realen Straßenverkehr auf Herz und Nieren getestet wird“, sagte Winfried Ottmann, Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises und Mitglied im RMV-Aufsichtsrat. Dass nun auch noch die Fahrgäste hinzukommen, mache „die Testbedingungen noch realitätsnäher“.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Shuttle vom Typ „Arma DL3“ des französischen Herstellers Navya. Der Shuttle verfügt über acht Sitzplätze fährt selbstständig und ist bis zu 11 Stundenkilometern schnell. Sensoren sorgen dafür, dass das Fahrzeug Hindernisse erkennt, seine Geschwindigkeit verringert und falls es notwendig wird, stoppt. Zusätzlich ist bei jeder Fahrt ein Operator im Fahrzeug dabei, der den Betrieb überwacht.

Autonome Fahrzeugtechnik mit On-Demand-Ansatz kombinieren

Für das Testfeld in Bad Soden-Salmünster hat der RMV sich mit dem Main-Kinzig-Kreis, der Stadt Bad Soden-Salmünster, der KVG Main-Kinzig und dem Regionalverkehr Main-Kinzig zusammengetan. Das RMV-Tochterunternehmen RMS übernimmt bei diesem Projekt die Gesamtleitung und die RMV-Tochter Fahma den Kauf und die Bereitstellung der Fahrzeuge.

„Der erste Einsatz von EASY im öffentlichen Straßenverkehr ist ein großer Meilenstein, bei dem wir enorm viel Neues lernen“, sagte RMV-Geschäftsführer André Kavai. Autonome Fahrzeuge sollen den ÖPNV der Zukunft überall dort ergänzen, wo Bus und Bahn nicht ganz passgenau fahren können. „Kombiniert man da eine ausgereifte autonome Fahrzeugtechnik mit dem On-Demand-Ansatz, schafft man völlig neue Perspektiven für das Fahrtenangebot. Damit die Shuttles in der Zukunft den ÖPNV optimal ergänzen, gilt es nun, sie zielgerichtet weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse des Verkehrs anzupassen. Zum Beispiel müssten sie deutlich schneller fahren.“

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