Die Städte in Südafrika bauen ihren ÖPNV aus, um die erwarteten Besucher der Fußball-WM im nächsten Jahr rasch und sicher in die Stadien bringen zu können. Johannesburg startete beispielsweise das ÖPNV-Projekt „Rea Vaya“- Wir bewegen uns. Die Stadt baut ein komplett neues Busnetz auf, das künftig das Rückgrat des öffentlichen Stadtverkehrs bilden soll. Es umfasst unter anderem ein Bus-Rapid-Transit-System mit Busspuren in der Fahrbahnmitte. Die erste Ausbaustufe wird 25 Kilometer abdecken. Zur Fußball-WM sollen dann nochmals 65 Kilometer Streckenlänge hinzukommen. Bis zum Jahr 2013 ist eine Erweiterung auf 1222 Kilometer vorgesehen. Im April 2009 erteilte die Johannesburg Roads Agency der südafrikanischen Questek Transit Technologies und der Continental – Public Transit Solutions aus dem schweizerischen Neuhausen den Auftrag, für das BRT-System ein Verkehrsleitsystem zu liefern. Das erstmals in Südafrika eingesetzte rechnergesteuerte Betriebsleitsystem beinhaltet Fahrdienst-Planung, Fahrgastinformation und Flotten-Management. Das Netz des Rea Vaya-Systems umfasst anfangs 150 Stationen, acht Busterminals und sechs Depots. Von den 1.255 geplanten Fahrzeugen wurden die ersten 1243 bei Scania (Chassis) und Marcopolo (Aufbau) bestellt. Das Busnetz soll täglich etwa 430.000 Fahrgäste befördern.
ÖPNV-Leitsystem für Johannesburg
Continental – Public Transit Solutions liefert ein Betriebsleitsystem nach Südafrika.