Der Gilchinger Busklimahersteller entwickelte gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut im Rahmen des Forschungsprojektes „Lastsynchrones Thermomanagement“ ein spezielles Klimatisierungssystem für Hybrid-Stadtbusse mit dem Ziel, Lastspitzen zu reduzieren und damit den Energieverbrauch senkt. Dabei handelt es sich um eine übergeordnete Steuerung aller Klimakomponenten abhängig vom Fahrprofil und der zur Verfügung stehenden Energie. Somit kann die Reichweite im rein elektrischen Betrieb erhöht werden, ohne Komforteinbußen für die Fahrgäste hinnehmen zu müssen. Das Lastsynchrone Thermomanagement prognostiziert anhand des Streckenverlaufs und dem daraus resultierenden Lastprofil der Batterie die zu erwartenden elektrischen und thermischen (Energie-)Bedarfe und leitet eine entsprechende Vorkonditionierung des Fahrgastraumes, Fahrerplatzes und der Batterie ein.
Das Konzept zielt auf eine optimale Verteilung der fahrzeuginternen Wärme- und Kälteströme ab, um somit den Primärenergiebedarf zu minimieren. Zusätzlich gewährleistet das Thermomanagement eine bedarfsgerechte, also lastsynchrone Zufuhr von Heiz- und Kälteleistung zu den entsprechenden Komponenten und regelt dabei vorausschauend und stabil die zulässigen Temperaturbereiche der zu klimatisierenden Aggregate. Um dieses Ziel zu erreichen, können innerhalb des Thermomanagements sowohl Wärmepumpen zur Anhebung der Temperatur von Abwärmeströmen auf ein benötigtes Niveau, als auch Wärme-/Kältespeicher zum Ausgleich von Lastspitzen, genutzt werden. (akp)