Wie das mehrheitlich zu Volkswagen gehörende Unternehmen nach der Bilanzveröffentlichung weiter mitteilte, sprach sich der Scania- Aufsichtsrat erwartungsgemäß gegen ein Pflicht-Übernahmeangebot des Sportwagenbauers Porsche aus: Das Angebot entspreche nicht dem „langfristigen Marktwert“. Porsche war nach der Mehrheitsübernahme bei Volkswagen zu dem Angebot verpflichtet, weil der Wolfsburger Konzern seinerseits Mehrheitseigner bei Scania ist. Mit umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro hatte der Sportwagen-Konzern lediglich ein Mindestangebot abgegeben und ausdrücklich erklärt, an einem strategischen Einstieg nicht interessiert zu sein. Scania will trotz des Rekordjahres 2008 die Zahl der Beschäftigten von 12.000 auf 10.000 senken. Betroffen sind Zeitarbeitskräfte. Bei der Stammbelegschaft will Scania geplante Produktionsstillstände durch Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter auffangen. Der Auftragseingang war 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent auf rund 51.000 Lastwagen und Busse eingebrochen.
Scania mit Rekordgewinn
Scania hat 2008 mit 813 Millionen Euro einen Rekordgewinn eingefahren. Wegen der sinkenden Nachfrage will das Unternehmen dennoch Stellen streichen.