Die Auslieferung der ersten Prototypen ist für die erste Hälfte 2017 geplant. Alle Fahrzeuge sollen bis Ende 2019 auf den Linien 41, 43, 45 und 46 in Linz und der weiteren Umgebung fahren.
Für Van Hool ist dieser Auftrag eine Premiere: Dank einer innovativen Antriebstechnik aus zwei Elektromotoren und einem batteriebetriebenen Reserveantrieb fahren die neuen Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse in Linz zu 100 Prozent elektrisch und ohne Abgase.
Im Gegensatz zu früheren Oberleitungsmodellen dieses Trambusses, bei dem kurze kontaktlose Lücken in der elektrischen Oberleitung noch mit Hilfe eines Dieselmotors überbrückt werden mussten, haben die modernen Oberleitungstrambusse zusätzlich zu zwei Elektromotoren auch einen rein elektrischen Reserveantrieb über Batterien. Mit dieser innovativen Antriebstechnik können in Zukunft problemlos kurze Strecken ohne Kontakt zur Oberleitung überbrückt werden, so Van Hool. So werden die Fahrzeuge deutlich flexibler.
Die elektrische Traktionsausrüstung wird von Vossloh-Kiepe geliefert. Zwei wartungsfreie, zentral angeordnete Asynchronmotoren für die zweite und dritte Achse treiben die Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse an. Die Batterie für den Reserveantrieb wird beim Fahren über den Kontakt mit der elektrischen Oberleitung und/oder durch die Rückspeisung von Bremsenergie geladen.
Mit den neuen Oberleitungstrambussen wird die Fahrgastkapazität bei unverändertem Fahrplan und mit demselben Personalbestand laut Van Hool um gut 30 Prozent gesteigert. Derzeit haben die Trolleybusse in der Flotte der Linz AG Lines eine Länge von 18 Metern. Die neuen 24 Meter langen Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse haben eine Fahrgastkapazität von etwa 180 Personen pro Fahrzeug.
Die flexible Antriebsplattform des Exqui.City kann sowohl in der 18 Meter langen, als auch in der 24 Meter langen Ausführung als Basis für unterschiedliche umweltfreundliche Antriebssysteme eingesetzt werden. So sind Trolleybusse, Hybridsysteme, Brennstoffzellenbusse oder Batteriebetrieb möglich. (ah)