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Verkehrsunternehmen: Vestische setzt auf Brennstoffzellenbusse

Die Vestische will Brennstoffzellenbusse von Caetano (Symbolbild) anschaffen
© Foto: Caetano Bus / Toyota

Im kommenden Jahr sollen die ersten Brennstoffzellenbusse bei den Vestischen Straßenbahnen in den Betrieb gehen, dann gelte es Praxiserfahrungen zu sammeln, so das Unternehmen.


Datum:
28.07.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
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Die Anschaffung von zehn Brennstoffzellenbussen beim Verkehrsbetrieb Vestische Straßenbahnen wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Die Förderung decke 80 Prozent der Differenzkosten im Vergleich zum Kauf von entsprechenden Dieselfahrzeugen ab und gilt für die Ausschreibung von zwei mal fünf Bussen, erklärte das Verkehrsunternehmen. Da die Vestische sich mit einer Option für fünf Fahrzeuge bereits im vergangenen Jahr an einer gemeinsamen Ausschreibung mit den Verkehrsbetrieben aus Bremerhaven und Oldenburg beteiligt hat, könne man umgehend den Auftrag für diese ersten fünf Brennstoffzellenbusse erteilen. Dabei handelt es sich um den H2.City Gold des portugiesischen Herstellers Caetano.

Frage der Zuverlässigkeit bei hohen und niedrigen Temperaturen

„Eine gute Botschaft für unser Unternehmen“, kommentierte Martin Schmidt den Bescheid aus Berlin. „Damit können wir neben der Angebotswende auch die Antriebswende vorantreiben. Mit der Zukunftstechnologie Wasserstoff steht die Vestische vor wichtigen und spannenden Herausforderungen.“ Im ersten Schritt sei es wichtig, Praxiserfahrungen mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen zu sammeln, um auch mit ihnen einen stabilen und wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten zu können. So müsse man zum Beispiel deren Zuverlässigkeit bei hohen und niedrigen Temperaturen bewerten und messen, wie viel Bremsenergie ein Bus zurückgewinnt, wenn er nicht im städtischen Gebiet unterwegs ist, sondern in der eher ländlichen Peripherie.

Förderung bei Infrastruktur beantragt

Zum Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur beantragt das Unternehmen nun beim Land NRW eine Förderung, die 90 Prozent der Gesamtkosten abdecken würde. Auf dem Betriebshof in Herten beabsichtigt der Nahverkehrsbetrieb, eine Wasserstofftankstelle zu bauen und die Werkstatt entsprechend zu modifizieren. Für die ersten fünf Busse, die gegen Ende 2023 im Kreis Recklinghausen auf Linie gehen sollen, sowie die notwendigen Umbauten hat die Vestische bislang Investitionen von 10,5 Millionen Euro eingeplant. Die zweiten fünf Busse möchte das Unternehmen 2025 in Betrieb nehmen. Bei einer entsprechenden Förderung könnte die Flotte der Vestischen bis zum Jahr 2030 rund 60 Brennstoffzellenbusse zählen.

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