„Die Porsche SE, unter deren Dach die VW-Beteiligung verwaltet wird, trifft auch künftig keine operativen Entscheidungen für den Autokonzern Volkswagen“, so Winterkorn gegenüber dem „Handelsblatt“. Es gebe klare Spielregeln. „Das Herz von Volkswagen schlägt weiter in Wolfsburg.“ Die neue Porsche- Holding, in der bisher kein Platz für Winterkorn vorgesehen ist, gilt als das künftige Machtzentrum der gesamte Porsche-VW-Gruppe. Winterkorn stellte sich zudem gegen ein Verschmelzen der Lkw-Geschäfte von VW, Scania und MAN. „Wir brauchen keine Fusion der drei Lkw-Marken, um von Synergie-Effekten zu profitieren. Wir werden aus drei starken Marken kein einzelnes Unternehmen machen“, sagte er. Die Strategie bestehe darin, die Markenkarte auszuspielen, gleichzeitig aber bei der Technik und im Einkauf Synergien zu schöpfen. VW hatte im März die Mehrheit am schwedischen Lkw-Hersteller Scania übernommen und ist Großaktionär des Münchener MAN-Konzerns.
VW-Chef pocht auf Eigenständigkeit
Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn pocht angesichts der Übernahme durch Porsche auf die Eigenständigkeit des Wolfsburger Autokonzerns.