In der ursprünglich für das Centre Pompidou konzipierten Ausstellung werden über 100 Bilder aus allen Schaffensperioden, von den Arbeiten mit Nussbeize (1947 bis 1949) bis zu den radikal schwarzen bis zu drei Meter hohen Gemälden der letzten Jahre gezeigt. Viele werden erstmals in Deutschland ausgestellt. Soulages eigenwilliger Stil, der durch seine fast ausschließliche Beschränkung auf die Farbe Schwarz gekennzeichnet ist, lässt sein Werk im Kunstbetrieb singulär stehen. Sein „outre-noir“, eine Bezeichnung, die Soulages sich für die Verwendung von Schwarz in seinem Werk ausdachte, schluckt das Licht ganz besonders in den Papierarbeiten und erzielt eine besondere Tiefenwirkung. Die eigene Handschrift, verdeutlicht in breiten, kräftigen Linien und teilweise kalligraphisch anmutenden Passagen, ist ein wichtiges Gestaltungsprinzip in seinen Arbeiten. Seine Gemälde befinden sich in den Sammlungen von über 100 Museen weltweit. (akp)
Abstrakte Kunst im Martin-Gropius-Bau
Vom 2. Oktober 2010 bis 17. Januar 2011 zeigt der Martin-Gropius-Bau in Berlin die Werke von Pierre Soulages, einem der weltweit bedeutendsten abstrakten Maler der letzten Jahrzehnte, anlässlich seines 90. Geburtstags.