Unter dem Titel „Schön & streng. Die Macht des Ornaments“ präsentiert das Von der Heydt-Museum Wuppertal vom 11. Oktober 2026 bis 14. Februar 2027 eine Ausstellung zur Rolle des Ornaments in der Kunst. Im Mittelpunkt steht die Funktion von Mustern, Wiederholungen und geometrischen Ordnungen – von der Klassischen Moderne bis heute.
Das Thema wird vor dem Hintergrund einer zunehmend visuell geprägten Gegenwart betrachtet, in der viele nach klaren, strukturierten Gestaltungsprinzipien suchen.
Die
Ausstellung knüpft an die Sammlung des Hauses an und zeigt anhand zentraler Werke, wie Künstlerinnen und Künstler seit Beginn des 20. Jahrhunderts Farbe, Form und Fläche selbst zum Bildgegenstand machen.
Neben Positionen der Moderne, etwa von Henri Matisse oder August Macke, werden auch zeitgenössische Arbeiten präsentiert. In ihnen fungieren Muster und Wiederholungen nicht als reine Dekoration, sondern als eigenständige künstlerische Ausdrucksformen.
Die Ausstellung thematisiert sowohl die formale Seite des Ornaments – etwa Regelhaftigkeit, Serialität und geometrische Ordnung – als auch dessen funktionale und inhaltliche Dimension.
Ornamente werden dabei als Träger von Bedeutungen verstanden, die über ästhetische Aspekte hinausgehen. In zeitgenössischen Arbeiten können sie zudem gesellschaftliche und kulturelle Bezüge herstellen.
Die gezeigten Werke spiegeln künstlerische Entwicklungen wider, die von der abstrakten und konkreten Kunst bis hin zur Op Art reichen und heute neue Aktualität erfahren.
Darüber hinaus greift die Ausstellung Aspekte wie die „Migration der Formen“ sowie die Rolle von Ornamenten in einer globalisierten Kultur auf.