5.011.000 Besucher zählten die Bayerischen Schlösser im letzten Jahr – ein Zuwachs von 3,06 Prozent zum Vorjahr. Auch das „Zugpferd“ Neuschwanstein konnte noch einmal um 3,26 Prozent zulegen und im letzten Jahr 1.570.000 Gäste aus aller Welt begrüßen. Trotz stabiler Eintrittspreise erwirtschaftete die Schlösserverwaltung mit 66,52 Millionen Euro, vor allem aus Eintrittsgeldern und Vermietungen/Verpachtungen, ein neues Allzeithoch bei den Einnahmen. Obwohl die Ausgaben um 6,2 Prozent stiegen, vornehmlich durch höhere Ausgaben für Hochbau und Bauunterhalt, bleibt eine Ausgabendeckungsquote von 61,4 Prozent – nach eigener Aussage ein Spitzenwert für Einrichtungen im Kultursektor.
Diverse Sonderausstellungen und Sonderveranstaltungen fanden im vergangenen Jahr in ganz Bayern ein großes Publikum. Mit einem prachtvollen Fest wurde „350 Jahre Schloss Nymphenburg“ gefeiert und das dortige Nördliche Appartement nach einer großen Restaurierung wiedereröffnet. Etliche weitere Baumaßnahmen und Restaurierungen konnten 2014 abgeschlossen werden, etwa die Instandsetzung und Neubepflanzung des Eisernen Hauses in Nymphenburg, Fassadensanierungen in der Burg zu Burghausen und der Residenz Bamberg, die Restaurierung des Juncker-Altars in der Kapelle von Schloss Johannisburg und die Restaurierung der historischen Brüstungs-Ziergitter am Neuen Schloss Schleißheim.
„Auch 2015 stehen viele Baumaßnahmen an“, so Präsident Schreiber. Schloss Linderhof bekommt als Pilotprojekt eine Lüftungsanlage im Rahmen des Climate for Culture-Programms. In Schloss Neuburg stehen Konservierungsmaßnahmen in der Schlosskapelle zur Vorbereitung der geplanten Sonderausstellung „Kunst und Glaube“ 2016 an. Dach- und Fassadensanierungen finden in der Residenz Ansbach statt. In der Münchener Residenz wird der Herkulessaal behindertengerecht erschlossen.
Auch zahlreiche Sonderveranstaltungen und Ausstellungen wird es 2015 wieder geben. Das Künstlerhaus in Übersee am Chiemsee präsentiert vom 20. Juni bis 13. September 2015 die Sonderausstellung „Julius Exter – Mensch und Natur“, das Künstlerhaus Matthias und Anna Gasteiger in Holzhausen am Ammersee vom 5. April bis 25. Oktober 2015 „Anna S. Gasteiger – frühe Arbeiten“. Im Pompejanum in Aschaffenburg zeigen die Staatlichen Antikensammlungen die Ausstellung „Mythos Troja“ vom 31. März bis zum 11. Oktober 2015.
„Wir ruhen uns nicht auf unseren guten Bilanzen aus, sondern streben auch weiterhin nach nachhaltigen Verbesserungen, um unseren Besuchern den reichen Kulturschatz der bayerischen Schlösser und Burgen bestmöglich zu präsentieren“, resümiert Schreiber. Weitere Infos unter http://www.schloesser.bayern.de. (ah)