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Bustouristik: „Wir wünschen uns einheitliche Regelungen“

„Wir brauchen endlich klare Rahmenbedingungen,“, fordert VPR-Präsident Adriano Matera
© Foto: VPR Internationaler Verband der Paketer

Die unterschiedlichen Corona-Verordnungen in den Bundesländern machen das Veranstalten von Busreisen erneut schwierig. Zudem kommen manche Regelungen einem Verbot gleich, kritisiert VPR-Präsident Adriano Matera.


Datum:
03.12.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Der Flickteppich an unterschiedlichen Regelungen, der mit den Verschärfungen der Corona-Regeln entstanden ist, „erschwert das Veranstalten von Reisen enorm“, beschreibt Adriano Matera, Präsident des Internationalen Verbands der Paketer (VPR) die aktuell schwierige Lage der Bus- und Gruppentouristik.

Als ein Beispiel nennt Matera die kurzfristige Absage von vorab bestätigten Weihnachtsmärkten in einigen Regionen Deutschlands. „Nach eineinhalb Jahren Pandemie sind wir in der Touristik erneut in einer Situation, in der es nicht möglich ist, vorausschauend zu planen und in der wir wieder Gespräche über Kulanzregelungen bei stornierten Reisen führen“, berichtet Matera aus dem Alltagsgeschäft der Paketer. „Für viele Reisegäste entfällt damit der Hauptreisegrund, da die Weihnachtsmärkte in den Adventsreisen eine zentrale Rolle darstellen, das gibt ihnen die Möglichkeit kostenfrei zurückzutreten. Die Hotels erwarten jedoch bei solch kurzfristigen Absagen Stornokosten gemäß Vertrag“, so Matera, der in diesem Zusammenhang auch auf die neue Bayerische Verordnung zu Busreisen hinweist.  

„Per Gesetz kein Verbot, im praktischen Sinne aber schon“

„Wie soll ein Busunternehmer, der 40 Buchungen bestätigt hat, die maximale Kapazitätsregelung von 25 Prozent umsetzen? Welchem Gast sagt er ab? Abgesehen davon, dass die Reise dann mit nur noch zehn bis zwölf Personen im Bus kaufmännisch sinnlos wird? Dies ist per Gesetz kein Verbot, im praktischen Sinne aber schon“, kritisierte der VPR-Präsident.

„Die Paketer unternehmen als Dienstleister alles, um bei abgesagten Reisen mit einfallsreichen Lösungen und dank der engen Verbindungen mit den Leistungsträgern, Stornokosten komplett zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren“, betonte Matera. Er berichtet aber auch, dass der derzeitige Zustand zu Frustration bei den Beteiligten führe. „Wir wünschen uns daher einheitliche und klarere Regelungen“, appellierte der VPR-Präsident daher an die Verantwortlichen in der Politik und fügt abschließend hinzu: „Wir brauchen endlich klare Rahmenbedingungen, die das Planen und Durchführen von Reisen möglich machen.“

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