Dachverband für RDA und gbk?

23.04.2010 09:08 Uhr
RDA

Mit der „Frankfurter Erklärung“ haben RDA und gbk bereits 2007 ihre verstärkte Zusammenarbeit besiegelt. Als Mittel der Wahl stellten die beiden bei ihren Mitgliedsversammlungen in Bratislava einen gemeinsamen Dachverband vor. Dieser soll auch offen für andere Verbände aus dem Umkreis der Bustouristik sein.

In diesen Dachverband sollen die Tätigkeiten aufgehen, die beide Organisationen gemeinsam haben wie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Die Tätigkeiten, die als Alleinstellungsmerkmal gelten – der RDA-Workshop auf der einen, die Klassifzierung von Bussen auf der anderen Seite – sollen in den ursprünglichen Organisationen verbleiben. Als Begründung hierfür wurden juristische Gründe genannt: Da es sich bei der gbk um einen RAL-Verein handele, müssten bei einer Änderung des Vereinszwecks alle Mitglieder einstimmig zustimmen. Der neue Dachverband soll nach bisherigem Planungsstand in Form eines nicht eingetragenen Vereins gegründet werden mit dem Namen „Internationaler Busreiseverband RDA gbk“. Dieser Verein hat zwei Mitglieder – RDA und gbk – die Beschlüsse einstimmig fassen müssen. Vorstand und Geschäftsstelle des neuen Vereins sollen in Personalunion von den Vorständen und Mitarbeitern von RDA und gbk gestellt werden. „Wir bündeln Energien und Ressourcen, damit die Bustouristik in der Öffentlichkeit den Stellenwert bekommt, der ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entspricht“, sagte der gbk-Vorsitzende Rainer Klink während der Mitgliederversammlung. Ziel sei es, bei höchstens gleichen Kosten bessere Leistungen für alle Beteiligten zu erzielen. Zu den bisher erreicht erzielten Erfolgen zählte Kling unter anderem die geplante Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs und die Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung. Während die gbk-Mitglieder diesem Vorgehen ohne große Diskussionen zustimmten, wurden im RDA-Plenum mehr Stimmen laut. Die angeregten Punkte – Wie lassen sich Kosten sparen? Sollen die Größenunterschiede der beiden Verbände in den Stimmen berücksichtigt werden? Wie kann eine direkte Einflussnahme der Mitgliedsunternehmen von RDA und gbk in dem Dachverband erreicht werden? Wie kann das Haftungsrisiko bei einer finanziellen Schieflage eines der beiden Verbände verringert werden? – sollen laut RDA-Präsident Richard Eberhardt nun in die Überlegungen einfließen, sodass RDA und gbk auf ihrer kommenden Mitgliederversammlung 2011 in Hamburg bereits ein tragfähiges Konzept vorstellen kann. Damit gaben auch die RDA-Mitglieder ihrem Vorstand den Auftrag zu weiteren Arbeit an der Fusion. (akp)

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