Bislang besuchten diese zumeist die Wüstenregionen im Süden des Landes. Doch das soll sich ändern: Bis 2015 sollen 60.000 zusätzliche, qualitativ hochwertige Hotelbetten in weiteren für den Tourismus besonders interessanten Regionen vor allem im Norden geschaffen werden. Das flächenmäßig zweitgrößte Land Afrikas setzt beim Ausbau der touristischen Infrastruktur auf Qualität und Nachhaltigkeit. "Unser Angebot ist außergewöhnlich vielfältig und läßt sich nicht einfach auf Sonne, Strand und Meer reduzieren", sagte Mohamed Benelhadj, Generaldirektor des algerischen Tourismusbüros auf der ITB. "Algerien bietet neben einer der vielfältigsten Wüstenlandschaften der Welt unter anderem eine 1200 km lange Mittelmeerküste, die wir uns nicht wie andere Mittelmeeranrainer mit Betonburgen verbauen werden." Hotel-Neubauten sollen sich daher im Sinne einer nachhaltigen Küstenentwicklung in die Landschaft einfügen. Algerien kann sieben Stätten des Weltkulturerbes ausweisen, beispielsweise die Kasbah von Algier, römische Baudenkmäler in Tipaza, Timgad und Djemila.
Deutlich mehr Gäste für Algerien
Algerien hat sich auf der diesjährigen Tourismusbörse in Berlin als dynamische Destination der Zukunft präsentiert. Der algerische Plan zum Ausbau der touristischen Infrastruktur SDAT (Schéma Directeur d'Amenagement Touristique) trägt erste Früchte: die Zahl der Touristen aus dem Ausland stieg 2009 um etwa ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr.