Teilnehmen kann jeder, der über ein funktionstüchtiges GPS-Gerät und Internetzugang verfügt. Auch in Polen gibt es immer mehr Angebote für dieses faszinierende Geländespiel, die Besuchern ganzjährig eine attraktive Freizeitbeschäftigung mit Lerneffekt bieten. Mit jedem geborgenen Schatz erfährt man interessante Dinge über Land und Leute, über Geschichte, Kultur und Natur. Das nutzen in Polen neben zahlreichen Tourismusregionen auch die Naturschutzgebiete. So hat erst kürzlich die Verwaltung des Wigry-Nationalparks in Polens nordöstlicher Woiwodschaft Podlasie (Podlachien) zusammen mit Partnern eine Geocaching-Route für seine Besucher eingerichtet. Diese werden zu modernen Schatzsuchern, auf die insgesamt 35 verschiedene Caches warten.
Polens wichtigste Geocaching-Region befindet sich bei Górzno (Gorzno), rund 80 Kilometer östlich von Toruń (Thorn). In der waldreichen Umgebung der Kleinstadt, an der Grenze der drei Woiwodschaften Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern), Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren) und Mazowieckie (Masowien), entstand Polens längster Geocaching-Trail. Der Themenpfad „Skarby Lasu“ (Schätze des Waldes) umfasst 420 traditionelle Caches, die durch den Górznieńsko-Lidzbarski Park Krajobrazowy (Landschaftsschutzpark Górzno-Lidzbark) führen. Schatzsucher können während des Cachens dort viele geschützte Tier- und Pflanzenarten entdecken.
Caches gibt es aber nicht nur in ländlichen Gebieten, sondern auch in Städten wie Warszawa (Warschau), Wrocław (Breslau) oder Gdańsk (Danzig). Dort ist Geocaching oftmals schwieriger als in der freien Natur, ist man doch oft umgeben von nichtsahnenden Passanten. Damit man nicht in den Verdacht gerät, etwas Illegales zu tun, oder damit der Cache nicht einfach unbedarft von Dritten entfernt wird, gilt es besonders unauffällig vorzugehen und den rechten Moment abzupassen. Der damit verbundene Nervenkitzel sorgt für einen zusätzlichen Kick. Oft sind die Geocaching-Trails in Städten zu thematischen Einheiten verdichtet, die interessante und unbekannte Details über die Stadtgeschichte verraten. Dazu gehören beispielsweise die Projekte „Twierdza Kraków“ (Festung Krakau) oder „Conspiracy Theory“ (Verschwörungstheorie) in Warszawa.
Informationen zum Geocaching in deutscher Sprache gibt es unter http://www.geocaching.de Informationen über polnische Caches finden sich auf den mehrsprachigen Portalen http://www.geocaching.com oder http://www.opencaching.com. Informationen in polnischer Sprache sowie eine Karte aller polnischen Geocaches gibt es bei http://www.geocaching.pl. (ah)