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Reisebilanz 2019: Reisebereitschaft der Deutschen bleibt groß

Wie der BTW-Tourismusindex zum Jahresende 2019 ermittelt, legten mehrtägige Urlaubsreisen zu, Tagesausflüge gingen dagegen zurück.


Datum:
23.12.2019
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Durchschnittlich zwei Tage mehr auf Übernachtungsreisen, aber sechs Prozent weniger Tagesausflüge als im Vorjahr: Diese Vorabbilanz des Reisejahrs 2019 geht aus dem aktuellen Tourismusindex des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hervor. Unter dem Strich stehen rund 1,704 Milliarden private Reisetage der Deutschen und damit 0,5 Prozent weniger als 2018. "Ihre Reiselust und insbesondere ihre Urlaubsreisen lässt sich der Großteil der Bürger trotz größerer konjunktureller Unsicherheit und trotz der moralisch aufgeheizten Klimadebatte nicht nehmen", kommentierte BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel das Ergebnis. "Auch wenn wir durch das Minus bei den Tagesausflügen knapp an einem neuen Rekordjahr vorbeigeschrammt sind, bleibt festzuhalten, dass wir 2019 eine stabile Entwicklung der Reisetage auf ohnehin bereits sehr hohem Niveau erlebt haben."

 

Das leichte Minus des laufenden Jahres könnte im kommenden Jahr auch wieder ausgeglichen werden. Für 2020 prognostiziert der Tourismusindex auf Basis der GfK-Verbraucherbefragung ein Wachstum von 0,5 Prozent Reisetagen.

 

Im Zuge der Klimadiskussion wird häufig die Wahl der Verkehrsmittel thematisiert. Eine Sonderauswertung zu diesem Thema zeigt, dass die Deutschen bei den Tagesreisen, die sich fast ausschließlich auf innerdeutsche Ziele konzentrieren, durchaus bereit sind, Verkehrsmittel zu wechseln: So gingen die Tagesreisen mit dem Pkw in den ersten neun Monaten des Jahres überdurchschnittlich stark zurück (minus sieben Prozent), mit der Bahn hingegen legten sie zu (plus zwei Prozent).

 

Ausblick 2020

Die Deutschen planen für das kommende Jahr nach aktuellem Stand rund 0,5 Prozent mehr Reisetage als 2019. Damit hat sich die Dynamik in Sachen Reiselaune gegenüber dem Jahreswechsel 2018/2019 zwar etwas abgeschwächt, befindet sich aber nach wie vor auf einem stabilen und positiven Level. Die Entwicklung der Ausgabeplanungen für Urlaub/Reisen ist im vierten Quartal dieses Jahres sogar wieder leicht angestiegen. Die Entwicklung der Reiselaune spiegelt die allgemeine Verbraucherstimmung wider, die sich laut GfK-Konsumklimaindex im vergangenen halben Jahr etwas moderater gezeigt hat. Brexit und internationale Handelsstreitigkeiten verunsichern in der Exportnation Deutschland die Beschäftigten, die Angst vor Jobverlust stieg zuletzt. Die wesentlichen Indikatoren, wie Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung liegen unter Vorjahresniveau, nichtsdestotrotz hält das Konsumklima ein zufriedenstellendes Niveau. Stabilisierend wirken sich dabei weiterhin die bislang trotz steigender Verunsicherung stabile Beschäftigung, steigende Einkommen und Niedrigzinsen aus. (mp)

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