Reisesicherungsfonds: Senkung der Entgelte und Sicherheitsleistungen

26.06.2026 09:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Zwei Reisende (Paar), die auf den geparkten Reisebus zugehen
Die Entlastung werde die Wettbewerbsfähigkeit der Pauschalreise stärken, so der DRV
© Foto: Marko Rupena/iStock/Getty Images Plus

Der Deutsche Reiseverband hat die Entgeltabsenkung beim Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) als spürbare Entlastung der Reiseveranstalter begrüßt.

Auf Grundlage der positiven finanziellen Entwicklung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) wird das Entgelt auf den absicherungspflichtigen Umsatz der Reiseveranstalter zum 1. November 2026 auf 0,25 Prozent gesenkt und somit halbiert. „Das ist ein positives Signal für die Reisewirtschaft. Die Halbierung des Entgelts auf nunmehr 0,25 Prozent bringt den Reiseveranstaltern dringend benötigte finanzielle Entlastungen“, sagte Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) zu der Entscheidung.


"Die Halbierung des Entgelts bringt den Reiseveranstaltern dringend benötigte finanzielle Entlastungen."

Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes


Wettbewerbsfähigkeit der Pauschalreise gestärkt

Die Maßnahme werde „rund 70 Millionen Euro jährlich ausmachen und die Wettbewerbsfähigkeit der Pauschalreise stärken“, so die Einschätzung des DRV. Neben der Senkung der Entgelte werden auch die von den Veranstaltern zu hinterlegenden Sicherheiten deutlich reduziert – insgesamt bedeute dieser Schritt eine einmalige Reduzierung der zu stellenden Sicherheitsleistungen von rund 560 Millionen Euro. Der DRV hatte sich lange für eine Absenkung der Entgelte und damit für eine Reduzierung der finanziellen Belastung der Reiseveranstalter eingesetzt.


"Der DRSF hat sich auch in schwierigen Zeiten als verlässliches Instrument bewährt."

Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes


DRV fordert weitere Entlastungen

„Der DRSF hat sich auch in schwierigen Zeiten als verlässliches Instrument bewährt und ist finanziell weiterhin sehr solide aufgestellt. Das Vertrauen in die Absicherung der Pauschalreise bleibt damit absolut gerechtfertigt“, betonte Loidl. Aus Sicht des DRV dürfen die jetzt beschlossenen Maßnahmen „jedoch nicht das Ende der Entwicklung“ sein. Bei einer weiterhin positiven Entwicklung des Fonds sollten „weitere Entlastungsschritte möglich werden“, so der Verband. Dazu gehörten insbesondere weitere Entlastungen bei den Entgelten sowie eine erneute Überprüfung der Sicherheiten.

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