13.12.2019Solaris liefert Batterie- und O-Busse nach Lublin

Im polnischen Lublin beträgt der Anteil elektrischer Busse in der Flotte bereits rund 25 Prozent und er soll bis 2021 auf 50 Prozent steigen.

Solaris wird 20 Batteriebusse vom Typ Urbino 12 electric und 15 O-Busse vom Typ Trollino 18 an die polnische Stadt Lublin liefern. Entsprechende Verträge haben die Vertreter der Verkehrsbehörde in Lublin und der Bushersteller Solaris Bus & Coach unterzeichnet. Die Lieferungen werden über einen Zeitraum von November 2020 (5 O-Busse) bis April 2021 (10 O-Busse) und bis September 2021 (20 Batteriebusse) verteilt.

Die Verträge seien ein weiterer Schritt, „um die Stadt Lublin als Zentrum der Elektromobilität aufzubauen“, sagte Krzysztof Żuk, Präsident der Stadt Lublin. Der Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge an der gesamten Lubliner Flotte betrage bereits heute 25 Prozent. Bis 2021 werde sich dieses Verhältnis entscheidend ändern und auf 50 Prozent steigen, kündigte Krzysztof Żuk an.

Die Elektrobusse Solaris Urbino 12 electric werden mit Solaris High Power-Batterien mit einer Kapazität von 116 kWh ausgestattet, die für die häufige und schnelle Ladung ausgelegt sind. Die darin gespeicherte Energie wird einen Traktionsmotor mit einer Leistung von 160 kW antreiben. Die Nachladung erfolgt mittels Pantograph, nachts hingegen werden die Batterien per Stecker auf dem Betriebshof geladen.

Solaris wird nicht nur Fahrzeuge liefern, sondern auch die gesamte Ladeinfrastruktur aufbauen. Vier Pantograf-Ladestationen mit einer Leistung von je 450 kW für die Ladung während des Tages werden an einer Endhaltestelle aufgestellt. Auf dem Gelände des Betriebshofes werden darüber hinaus zehn stationäre Ladestationen aufgebaut, die eine gleichzeitige Ladung von zwei Bussen mit einer Ladeleistung von 40 kW ermöglichen, und zwei mobile Ladestationen mit einer Ladeleistung von 40 kW.

Die 15 bestellten gelenkigen O-Busse Solaris Trollino 18 werden auch mit Solaris High Power-Batterien ausgestattet, doch mit einer Kapazität von 58 kWh. Sie werden die Fahrt ohne Oberleitung ermöglichen. Möglich wird somit auch die Einrichtung neuer Strecken, ohne die Notwendigkeit, die Oberleitungsinfrastruktur aufzubauen. Mittels eines automatischen Stromabnehmers, mit dem die O-Busse ausgerüstet werden, wird die Energie das Fahrzeug antreiben und die Batterien werden während der Fahrt (In-Motion-Charging) geladen. Jedes Fahrzeug wird über einen Traktionsmotor mit einer Leistung von 240 kW verfügen.

Die Zusammenarbeit zwischen Solaris und dem Verkehrsbetreiber Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacji in Lublin geht bis ins Jahr 1996 zurück. Lublin war damals einer der ersten städtischen Kunden von Solaris. (tb)



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